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Der
Aal - Unagi
Japan 1997, 117 min
R:
Shohei Imamura
D: Koji Yakusho (Takuro), Misa Shimizu (Keiko), Fujio Tsuneta (Jiro)
Seinen
Alltag lebt Takuro isoliert und zurückgezogen im eigenen Friseursalon
am Rande des Nirgendwolandes. Teil seines organisierten Tagesablaufs sind
Gespräche mit dem Aal, der im Aquarium das Zentrum des Raumes und
auch das Zentrum von Takuros Leben darstellt.
Er symbolisiert Takuros Isolation, seinen Rückzug aus der Gesellschaft,
der Vergangenheit.
Zugleich ist der Aal das wichtigste Bindeglied zur Vergangenheit, durch
ihn kann Takuro
nach-innen-schauen, die Schatten seiner Vergangenheit abtasten und spüren.
Acht Jahre mußte Takuro im Gefängnis absitzen wegen Mordes
an Frau und Liebhaber. Seit dieser Zeit kämpft Takuro mit der Angst
vor dem Wiedererwachen seiner inneren Dämonen. Jene Angst wird umso
größer, als Keiko, die seiner Frau verblüffend ähnelt,
im Friseursalon auftaucht und sich ungebeten in sein Leben einschleicht.
Am Ende kommt es im Friseursalon, dem Treffpunkt verschrobener Existenzen,
zum grotesken Showdown. Ein Wendepunkt in Takuros Leben. Danach kann er
sich selbst und den Aal in die Freiheit entlassen.
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