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SPEZIAL
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Sa
19.9. 2009, 20:00 Uhr
Filmpremiere
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"ARBEITSSCHEU
- ABNORMAL - ASOZIAL"
Zur Geschichte der Berliner Arbeitshäuser
D 2009 30 min. R.: Andrea Behrendt
Die Rummelsburger Bucht in Berlin Lichtenberg: sanierte Eigentumswohnungen,
Townhouses für den anspruchvollen Geschmack. Das Gebiet in
Wassernähe ist heute im baulichen Aufschwung begriffen. Genau
an diesem Ort aber wurde Ende des 19. Jahrhunderts das größte
Arbeitshaus Preußens für mehr als 1000 Menschen errichtet.
Die Gebäude stehen noch heute, aber an ihre wechselvolle Geschichte
erinnert nahezu nichts.
Obdachlose, sozial Auffällige und vor allem arme Menschen,
die später als "Asoziale" bezeichnet wurden saßen dort ein
und mußten Zwangsarbeit verrichten.
Mit dem Nationalsozialismus erreichte die Ausgrenzung der
"Asozialen" ihren Höhepunkt.
Der
30minütige Dokumentarfilm wirft einen Blick auf die vergessene
Geschichte der Berliner Arbeitshäuser, schwerpunktmäßig auf
das Arbeitshaus Lichtenberg. Zu Wort kommen Menschen, die
etwas mit diesem Ort zu tun haben. Ein Historiker, ein Strassenmusiker,
eine Pensionswirtin, die ihre Gäste im ehemaligen Arresthaus
des Arbeitshauses beherbergt und eine Aktive des Arbeitskreises
Marginalisierte, der mit Gedenkveranstaltungen an die Geschichte
der "Asozialen" während des Nationalsozialismus erinnert.
Fragmentarisch kommen die einzelnen Erzählungen zusammen.
Die Geschichte des Ortes ist noch längst nicht umfassend erforscht.
Bis in die 50er Jahre wurde das Gelände als Arbeitshaus genutzt,
später während der Zeit der DDR als Gefängnis.
Der Bogen wird weit gespannt. Vom preußischen Arbeitsethos
bis hin zu Hartz IV thematisiert der Film welche Auswirkungen
staatliche Abhängigkeit auf das Leben derer hat, die aus den
Rastern eines vorherrschenden Arbeitsethos heraus fallen.
In
Anwesenheit der Filmemacherin. Mit Diskussion.
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