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Zum 2.Juni

Große Freiheit, kleine Freiheit
D/Uruguay 2000, 83 Min, Doku,

R+B: Kristina Konrad,
K: Andreas Bolm, Kristina Konrad, M: Gato Leiras Wenczel,

mit Inge Viett, Maria Barhoum, Gisela Kuehl, Ralf Reinders, Ronald Fritzsch

Fr 9.6.17, 20:00 Uhr
So 11.6.17, 20:30 Uhr

 


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Inge Viett und Maria Barhoum - zwei Frauen, zwei Aktivistinnen, zwei politische Biografien: die eine in der bundesrepublikanischen "Bewegung 2. Juni" präsent, 1982 in die DDR geflohen und nach dem Mauerfall verhaftet, die andere bei den Anarchisten Uruguays engagiert und später lange Jahre im europäischen Exil. Beide ungefähr gleichaltrig, inzwischen in der Legalität "nach dem Untergrund" lebend. Die aus der Schweiz stammende Dokumentaristin Kristina Konrad erzählt in ihrem Doppelporträt beide Schicksale, um die Protagonistinnen schließlich auf einer gemeinsamen Kuba-Reise zusammenzuführen. .

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Zum 2.Juni

Die Stille nach dem Schuss
BRD 1999, 102 Min. 35mm,

R: Volker Schlöndorff,

D: Bibiana Beglau, Martin Wuttke, Nadja Uhl, Harald Schrott, Alexander Beyer

Fr 9.6.17, 22:00 Uhr
Mo 12.6.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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Alles ist so gewesen, nichts war genau so", sagte der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase zu diesem Film. Die Geschichte von Rita: im ersten Teil des Films Terroristin aus Liebe und Leidenschaft, die nach anfänglich spaßigen Aktionen wie Banküberfällen frei nach Robin Hood und ernsteren wie Gefangenenbefreiungen zunehmend unter Fahndungsdruck gerät. Sie wählt als Fluchtpunkt die DDR, ermöglicht durch die Staatssicherheit, die den RAF-Terroristen nicht nur Transit, sondern auch den Aufbau einer neuen Existenz anbietet. Der zweite Teil des Films erzählt Ritas Zeit im sozialistischen Teil Deutschlands. Hier erlebt sie das Los der Zuspätgekommenen: da ihre Ostkollegen mittlerweile den Arbeiter- und Bauernstaat aufgegeben haben, stößt ihr westliches gefärbtes Agitieren für den Sozialismus auf Unverständnis. Von einer Arbeitskollegin enttarnt, muß sie ein weiteres Mal eine neue Identität annehmen. Und dann fällt die Mauer.

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Zum 2.Juni

Brandstifter

BRD 1969, 64 Min, R/B: Klaus Lemke, K: Robert van Ackeren, D: Margarethe von Trotta, Iris Berben, Veith von Fürstenberg, Christian Friedel, Marquard Bohm

 

Sa 10.6.17, 20:30 Uhr

 

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Der WDR beauftragte Klaus Lemke die frühe RAF-Geschichte fiktiv filmisch zu erzählen. Im Mai 1969, nach den Kaufhausanschlägen in Frankfurt, war der Film im Fernseher zu sehen. Lemke versetzte die Handlung nach Köln.
Eine Gruppe von jungen Leuten bricht aus dem Rahmen des gemäßigten Widerstandes aus, um endlich „etwas Richtiges“ zu unternehmen und die Welt zu verändern.
Der Film erzählt von der politischen und kulturellen Aufbruchsstimmung Ende der 60er Jahre.

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Zum 2.Juni

Projekt Arthur – Die Gewaltfrage 1968

BRD 1987, 72 Min,

R+B: Didi Danquart




Sa 10.6.17, 22:00 Uhr

 


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Ende der 60er Jahre; die Nachkriegsgeneration ist angetreten, sich von dem Nazi-Erbe zu befreien, ein Schatten von Revolution liegt über dem Land. Doch es ist der Schatten der Revolution einer anderen - der hungernden, ausgeplünderten und von Bomben zerfetzten Welt. Und wenn es ein Wort gibt, das alle Diskussionen in dieser Zeit in sich vereint, so ist dies: "Vietnam".
Dabei wird der Bogen von der Ermordung Benno Ohnesorgs über die APO, den SDS und die Studentenbewegung, verschiedene Protestbewegungen wie die Haschrebellen und die Tupamaros in West-Berlin bis zur Radikalisierung und Kriminalisierung der „Stadtguerilla“ in der Bewegung 2. Juni und der RAF gespannt.

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Zum G20 Afrika Gipfel

Capitaine Thomas Sankara (franz. mit dt. UT)
Burkina Faso/Ch 2012, 104 Min, digital,

R: Christophe Cuppelin

 

Fr 16.6.17, 20:30 Uhr
So 18.6.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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Das ausschließlich aus Archivmaterial zusammengestellte Porträt von Thomas Sankara, Präsident Burkina Fasos vom 4. August 1983 bis zu seiner Ermordung am 15. Oktober 1987, ist eine Hommage an den außergewöhnlichen Staatsmann, der durch seine weitsichtigen und mutigen Reformen und seine resolut anti-imperialistische Politik die Geschichte seines Landes und des afrikanischen Kontinents nachhaltig beeinflusst hat. Mit diesem Dokumentarfilm, der mit der Energie eines zwischen Idealismus und Ironie schwankenden Punk-Manifests daherkommt, gibt uns Filmemacher Christophe Cupelin einen ganzheitlichen Überblick über das intellektuelle und politische Erbes dieses untypischen Staatschefs, der sowohl mit seinen Worten als auch mit seinen Taten Anstoss erregte.

Sein Vermächtnis ist noch heute in Westafrika sehr lebendig.

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Zum G20 Afrika Gipfel

Fuocoammare - Seefeuer OmU
I 2016, 108 Min, Dokumentarfilm,

R+K: Gianfranco Rosi,

mit Samuele Pucillo, Mattias Cucina, Samuele Caruana, Dr. Pietro Bartolo, Giuseppe Fragapane, Maria Signorello, Francesco Paterna, Francesco Mannino, Maria Costa

 

Sa 17.6.17, 20:30 Uhr
Mo 19.6.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde. Der bewegende Dokumentarfilm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale Publikum wie Kritiker und gewann den Goldenen Bären als Bester Film..

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Certain Women engl. OmU
USA 2016, 105 Min, digital

R+ B+ S: Kelly Reichardt,
K: Christopher Blauvelt,

mit Laura Dern, Michelle Williams, Kristen Stewart, Lily Gladstone, James LeGros u.a.

 


Fr 23.6.17, 20:30 Uhr
Sa 24.6.17, 20:30 Uhr
So 25.6.17, 20:30 Uhr
Mo 26.6.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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In ihrem neuen Film erzählt sie episodisch von vier Frauen im ländlichen Oregon, deren zugleich alltägliche und alttestamentarische Schicksale auf untergründige Weise miteinander verwoben sind: Laura ist Anwältin, die einen verzweifelten Klienten davon überzeugen will, dass eine Arbeitsrechtsklage erfolglos sein wird. Gina und ihr Mann Ryan beginnen mitten im Wald mit dem Bau eines eigenen Hauses und möchten dafür dem alten Nachbarn die Natursteine abluchsen, und haben eine schwer pubertierende Tochter im Gepäck. Die junge Pferdepflegerin Jamie verliebt sich in Beth, die ihr Jurastudium gerade abgeschlossen hat und als ersten Job Abendschulunterricht auf dem Land gibt.
Der Film, basierend auf Kurzgeschichten der Schriftstellerin Maile Meloy, verweigert sich der Zuschreibung von üblichen Frauen-Filmfigur-Klischees (von der„starken Frau“ bis zum „Opfer“). Er gewinnt dadurch realistische, nachvollziehbare Charaktere, die sich mit alltäglichen Problemen herumschlagen – Anerkennung als Kompetenz, Verständnis ohne Gönnerhaftigkeit, Einsamkeit und (herzzereißende) Sehnsucht. Mit aller Ruhe und besonderer Aufmerksamkeit fürs Subtile und für Zwischentöne ermöglicht Certain Women ein wunderbar angenehmes, gelassenes Schauen, das es natürlich in sich hat: gerade das scheinbar Nebensächliche, die alltäglichen Kleinigkeiten prägen hier Beziehungen und Verhältnisse, nicht große Ereignisse. Peripher Film

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Filmporträt

Ruth Denison: Der lautlose Tanz des Lebens OmU
D 2017, Dokumentarfilm, 102 Min, R+B: Aleksandra Kumorek

In Anwesenheit des Filmemacherin

Sa 27.5.17, 19:00 Uhr

 

 

 

 


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Dies ist der erste Dokumentarfilm über Ruth Denison († Februar 2015) und ihr Meditationszentrum Dhamma Dena in der Mojave-Wüste von Kalifornien.

Ruth Denison, 1922 in Deutschland geboren und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in sowjetischen Arbeitslagern schwer missbraucht, wanderte 1957 in die USA aus. Gemeinsam mit ihrem Ehemann schloss sie sich in Los Angeles einer Gruppe von Künstlern, Intellektuellen und buddhistischen Lehrern an, die nach neuen Ausdrucksformen suchten, nach einem 'neuen Bewusstsein' – darunter Aldous Huxley, Timothy Leary, Ram Dass, Lama Govinda, Erich Fromm und Ayya Khema. 1971 wurde Ruth Denison von dem burmesischen Meister U Ba Khin autorisiert, Vipassana-Meditation zu lehren. Damit war sie eine der ersten buddhistischen Lehrerinnen im Westen. Über vierzig Jahre lang half sie dann Tausenden von Menschen, sich durch Schmerzen, Leiden und Traumata zu arbeiten, Herz und Geist zu heilen und sich ein neues Leben zu schaffen.

"'Der lautlose Tanz des Lebens'" ist nicht nur ein Dokumentarfilm über eine buddhistische Lehrerin – der Film selbst ist eine Meditation, die es uns ermöglicht, die Stille und das langsame Tempo der Mojave-Wüste zu erleben, die Verbundenheit des ganzen Lebens zu spüren und Teil zu werden von diesem 'lautlosen Tanz'". Aleksandra Kumorek

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Mit Filmen reisen

Chamissos Schatten OmU
ID 2016, 709 Min,

R+B+K: Ulrike Ottinger
S: Bettina Blickwede

Alaska & die aleutischen Inseln Kapitel 1(190 Min)
Fr 21.4.17, 20:00 Uhr

Tschukotka & die Wrangelinsel

Kapitel 2 - Teil 1 (192 Min)

Sa 22.4.17, 20:00 Uhr

Tschukotka & die Wrangelinsel
Kapitel 3 - Teil 2 (153 Min)

So 23.4.17, 20:00 Uhr

Kamtschatka & die Beringinsel
Kapitel 4 (174 Min)

Mo 24.4.17, 20:00 Uhr

 

 

 

 


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Mit ihrem Film „Chamissos Schatten“ begibt sich die Filmemacherin Ulrike Ottinger abermals auf eine Reise zu entlegenen und weitgehend unbekannten Regionen unserer Welt. Angeregt von den historischen Reiseberichten berühmter Reisender des 18. und 19. Jahrhunderts wie Georg Wilhelm Steller, Adelbert von Chamisso, Alexander von Humboldt oder James Cook mit Georg Forster an Bord macht sie sich auf den Weg, den Ideen und Reiserouten ihrer „Vorfahrer“ zu folgen und das auf ihrer Reise Erlebte in einer Kombination aus Ethnographischen und Künstlerischem, Vergangenem und Gegenwärtigem umzusetzen.

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Ihr Film führte sie 2014 in die weit entfernten Regionen des Beringmeers. Der Wind, die Wellen und das Interesse an den Menschen leiteten sie nach Kamtschatka, Tschukotka, Alaska und zur Inselkette der Aleuten. Hier, weit im Norden, stoßen der eurasische und der amerikanische Kontinent aufeinander und es bieten sich dem Auge spektakuläre Meeres- und Vulkanlandschaften. Hier kreuzen sich verwandte Ethnien und Kulturen, die von einer langen Geschichte kolonialer Überformungen geprägt sind und dennoch Teile ihrer indigenen Sprache und ihres alten Wissens bewahrt haben. Hier kollidieren die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der Einwohner und der globalen Politik. So berühren sich Vergangenheit und Gegenwart im Film, werden historische und kulturelle Veränderungen deutlich. Ein Spannungsverhältnis entsteht zwischen damals und heute, das zeigt, wie untrennbar beides zusammengehört.

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BUEN VIVIR - EIN GUTES LEBEN FÜR ALLE!

La buena vida – Das gute Leben OmU
D/Kolumbien 2015, 97 Min,

Dokumentarfilm von Jens Schanze

In Zusammenarbeit mit Fairbindung, Gästen und anschl. Diskussion Eintritt frei


Do 26.4.17, 19:30 Uhr


 


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Der Film erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito, die einer Kohlemine weichen muss. Das Dorf der Wayúu-Gemeinschaft liegt im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Doch ihre Lebensgrundlage wird durch die Mine „El-Cerrejón" zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Jairo Fuentes, Anführer der Dorfgemeinschaft, ist entschlossen, die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft, wie andere Dörfer sie in der Vergangenheit erlebt haben, zu verhindern...
Im Anschluss an den Film berichtet Laura Weis, Eine-Welt-Promotorin für Klimagerechtigkeit bei PowerShift und Sebastian Rötters von Urgewald über die Entstehung des Films und Verbindungen zu Kohleimporten in Berlin.


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Filmton

Jörg Maria Zeger & Kiki Bohemia & Sicker Man spielen zu Found Footage: Die Zukunft von Gestern
Jörg Maria Zeger: FX / Gitarre
Kiki Bohemia: Stimme / Bass / Keyboard
Sicker Man: Cello / Gitarre / Live Loops
Bands: Berlin Guitar Unit, Bohemian Crystal, Perlonex, Sasha Pushkin ~ Puskin Boom Beat u.v.m.
Found Footage: Internet Archiv / Prelinger Archives


Fr 28.4.17, 21:00 Uhr


 


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Drei Musiker aus drei unterschiedlichen Bezirken: Krautheim, Prenzlauer Berg, Ostwestfalen. Alle bewegten sich zwischen Osten und Westen, den Orten, wo man die Sehnsucht entwickelt und denen, wo sich die Sehnsucht erfüllen könnte. Natürlich tut sie das nicht, die Straßenschluchten sind zu schmal und die Ausweichmöglichkeiten begrenzt. Übrig bleibt derselbe Raum, nur anders. Nicht zu weit, nicht zu eng. Aber jetzt ist alles möglich.

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Zum Konzert verschmelzen die drei die Klangskulpturen von J. M. Zeger mit dem Noise Pop des Duos Kiki Bohemia & Sicker Man. Das Found Footage zur Musik illustriert heile Welten mit kleinen Rissen.

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