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Zur Oscarverleihung

Toni Erdmann
D 2016, 162 Min, digital

R: Maren Ade

D: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Trystan Pütter, Hadewych Minis, Lucy Russell, Ingrid Bisu


Fr 24.2.17, 22:30 Uhr
Sa 25.2.17, 20:30 Uhr
So 26.2.17, 20:30 Uhr
Mo 27.2.17, 20:30 Uhr

 


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Eine wunderbare Komödie über einen liebenswerten Alt-68er, der verkleidet als Geschäftsmann aus Amerika, seine Tochter, eine Karrierefrau, am Schauplatz ihres Wirkens, eine Unternehmensberatung in Bukarest, besucht…

„Es geht aber nicht nur um eine Vater-Tochter-Geschichte, sondern auch um den (post)modernen Kapitalismus, das Verhältnis von Zentrum und Peripherie in Europa und
um Sexismus in der Arbeitswelt.“ Filmdienst


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Europa

Je lutte donc je suis - Ich kämpfe also bin ich OmU
E/F/GL 2015, 88 Min, Dokumentarfilm,

R: Yannis Youlountas

Mit: Eric Toussaint, Stathis Kouvélakis, Juan Gordillo

In Anwesenheit der Griechenland Solidarität mit anschl. Diskussion

Fr 24.2.17, 19:30 Uhr

 

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„Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Folgen der Finanzkrise, die sich besonders auf die südeuropäischen Länder auswirkt. Der Fokus ist auf die Menschen in Spanien und Griechenland gerichtet, die am meisten unter den verordneten Sparmaßnahmen zu leiden haben.
Doch aus Resignation wird schnell Widerstand, der unterschiedliche Bevölkerungsschichten zusammen bringt.
Eine fröhliche und solidarische Meeresbrise von Barcelona nach Athen und von Andalusien nach Kreta, stößt die Wolken des Pessimismus zurück. Eine spannende Reise mit Musik, von einem zum anderen Ende des Mittelmeeres.“


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Zum Frauentag:

Drehort: West-Berlin,
80er Jahre, Ulrike Ottinger`s Berlin Triologie

Bildnis einer Trinkerin
D 79, 107 Min, 35mm,

R+B+K: Ulrike Ottinger
B: Ila von Hasperg
M: Peer Raben

D: Tabea Blumenschein, Lutze, Magdalena Montezuma, Orpha Termin, Monika von Cube, Paul Glauer, Nina Ha gen, Kurt Raab, Volker Spengler, Eddie Constantine, Wolf Vostell u.a.

Fr 3.3.17, 19:30 Uhr
Sa 4.3.17, 22:30 Uhr

 

 

 


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„Eine reiche und mondäne Frau („Sie“) zieht nach Berlin, um sich dort ganz dem Alkoholismus hinzugeben. Sie will ihre Vergangenheit vergessen, vielmehr verlassen, wie
ein abbruchreifes Haus." Drehbuchauszug
[…] Die namenlose Lady rauscht in Tegel ein wie eine Science-fiction Fee im aseptischen Glas-, Beton-und Neon-Märchenland. Ein Koffer bricht auf, ein Getränkewagen geht zu Bruch; ein Zwerg, ein Diebstahl, Polizei, drei hochnäsige Kongreßteilnehmerinnen.
'Berlin Tegel Realität'. Lapidar registrierte Vorfälle, kleine Desaster, befremdliche, bedrohliche Warnsignale […] Berlin oder die Topographie des Fusels [...]: attraktive Tristesse wie in den schlimmsten Ecken Brooklyns, rührende Promenadenmischung aus Zille und Las Vegas. So liebevoll und erschreckend und wahrhaftig ist diese Stadt im Film noch nicht porträtiert worden […]Wolf Donner, Der Spiegel, Nr. 48, 1979

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Zum Frauentag:

Drehort: West-Berlin,
80er Jahre, Ulrike Ottinger`s Berlin Triologie

Freak Orlando
D 81, 126 Min, 35mm,

R+B+K: Ulrike Ottinger,
S: Dörte Völz,·
M: Wilhelm, D. Siebert,

D: Magdalena Montezuma, Delphine Seyrig, Albert Heins, Claudio Pantoja, Hiro Uschiyama, Galli, Eddie Constantine, Else Nabu, Therese Zemp, Franca Magnani, Jackie Raynal

Am 4.3. in Anwesenheit von Ulrike Ottinger

Fr 3.3.17, 22:30 Uhr
Sa 4.3.17, 19:30 Uhr

 

 

 

 


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„Die Stationen des Orlando von den Anfängen der abendländischen Unvernunft in der Antike über das Mittelalter, das 18. Jahrhundert, die Jahrhundertwende und die Gegenwart sind als 'Histoire du monde' zu werten. Jenes 'teatrum mundi', das früher nach dem Spielplan Gottes agierte, wird jedoch als 'circus mundi' entlarvt, unter dessen einstmals theologischem Baldachin sich abstruse Wunsch- und Angstträume, wilde Geißlergemeinschaften, willfährige Justiz der Kirchen und Könige gleichermaßen sammelten. Daher bedeuten die Metamorphosen Orlandos nicht nur abenteuerlichen Aufbruch, sondern sie sind zumeist von Mord, Gefangennahme, Verfolgung, lnquisition ausgelöst. Es wird bewußt, daß Orlando in seinen Streifzügen durch den Wahnsinn der Geschichte zugleich Gefangener seines eigenen Aufbruchs ist. Die fünfte Episode beschließt Orlando als weibliche Entertainerin auf einem 'Festival der Häßlichen', das tatsächlich, wie die Reporterin (Franca Magnani) zu berichten weiß, jährlich in Italien abgehalten wird. Auf diesem werden die zeitgenössischen Schönheitsideale ebenso nahtlos integriert wie die Politiker als Juroren. Der Wettbewerb der Außenseiter wird zu einem Tanz des Wahnsinns, der vergegenwärtigt, daß der Mensch um seiner Eitelkeit willen fähig ist, Häßlichkeit als Schönheit, Lüge als Wahrheit, Gewalt als Recht, Verkrüppelung als 'natürliche' Norm zu akzeptieren. Die Doppelbödigkeit dieser 'Kriterien' wird umso deutlicher, da der perfekt dressierte und angepasste Normalbürger als Sieger aus diesem Festival hervorgeht. Die Norm wird gekrönt. Der Narrentanz endet in idyllischer Hollywood-Happy-End-Musik, der Romanze zwischen dem Bunny und dem Gewinner des Wanderpokals. Der Spott des Wahnsinns unterhöhlt diese Szene, die ironische Verfremdung entlarvt diese Norm als realitätsnahe apokalyptische Erscheinung […].Wie sollte diese Reise Orlandos je beendet sein, da doch der Wahnsinn noch unter uns ist und die Apokalypse als Entertainment noch nicht an Attraktivität verloren hat!

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Zum Frauentag:

Drehort: West-Berlin,
80er Jahre, Ulrike Ottinger`s Berlin Triologie



Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse

D 84, 150 Min, 35mm,

R+B+K: Ulrike Ottinger,
S: Eva Schlensag,
M: Peer Raben, Patricia Jünger,

D: Veruschka von Lehndorff, Delphine Seyrig, Tabea Blumenschein, Toyo Tanaka, Irm Hermann, Magdalena Montezuma, Barbara Valentin, Luc Alexander, Hanno Jochimsen, Fritz Ewert, Joachim von
Ulmann u.a.

 


So 5.3.17, 20:00 Uhr
Mo 6.3.17, 20:00 Uhr

 

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„Der Titel legt die Karten auf den Tisch. Es geht um ein Spiel, in dem eine Figur mit Methode und Medium verstrickt wird. So beginnt keine Geschichte, wie sie das „Leben“ erzählt, das im Film gerne behauptet, ungeschönt in den Alltag zu greifen und Rohstoff auf die Leinwand zu bringen. So beginnt eine Geschichte der Kunstfertigkeit, die sich in jedem Augenblick bewußt ist, daß sie einen "Film" erzählt. Nicht die Geschichte ist hier der Rohstoff, sondern Ton und Bild. Ottingers Filme sind Ausdruck des Prekären im Maße, wie sie immer auch ihre Kunstfertigkeit betonen. Bei Fritz Lang war Mabuse ein Mann, ein Falschspieler, ein Falschgeldproduzent. Bei Ulrike Ottinger mutiert Mabuse zur Frau und Bewusstseinsproduzentin, die nichts als den Schein in Umlauf bringt und am Ende sich mit der Phantasmagorie der vollkommenen Herrschaft über ihr Medienprodukt Dorian Gray betrügt. Eine Gefangene des eigenen Wahns, ein Opfer technisch angezettelter Gefühle, die nicht länger dauern als es braucht, ein Fernsehbild abzutasten. Die Meisterin wird Opfer ihres Meisterschülers, und der Meisterschüler avanciert zum Meister des Medienkonzerns.“ Karsten Witte, Frankfurter Rundschau

»Der bemerkenswerteste Film, den ich bislang (bei der Berlinale) sah [...] Eine monströse, manchmal anstrengende, immer eigenwillig-phantastische Bilderrevue [...] Von Versuchung zu Versuchung, vom Taumel zum Schrecken. Zwischendurch öffnet sich ein Vorhang, und wir blicken auf eine bizarre Felsenküste, wo eine seltsame Oper gespielt wird. Ein Film anders als andere.« Ulrich Greiner, DIE ZEIT

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„Am Ende vom Film, 1984, geht Dorian Gray durch die unterirdische Kanallandschaft von Berlin in die Schaltzentrale der Macht des Medienkonzerns. Langsam packt er ein Messer aus einem verschnürten Paket, springt auf den Konferenztisch und ersticht Frau Dr. Mabuse, die Chefin des Medienkonzerns, vor den versammelten Medienvertretern, die gerade dabei waren ihre aktuellen Auflagenzahlen zu berichten. In der nächsten Szene befinden wir uns auf dem Friedhof, ein Kamel führt den Trauerzug an. Frau Dr. Mabuse verneigt sich vor demGrab „Dorian, für mich lebst du weiter.“ Nächste Szene: Dorian Gray liest den Daily Mirror mit der Schlagzeile „Dorian Gray tot“ und sagt zu seinem Diener Hollywood: „Stoppen Sie alles, ... Ich möchte die Geschichte zu Ende diktieren.“ Im Abspann kommt Frau Dr. Mabuse noch einmal zu Wort und fragt: „Warum musste ich meine begabtesten Schüler immer umbringen?“

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Blick auf West-Berlin -
36 Jahre Regenbogenfabrik

„Kreuzberg SO36 in den 70er und 80er Jahren“
Diashow mit Fotos vom Bildarchiv Umbruch und vom Friedrichshain-Kreuzberg Museum




Do 9.3.17, 19:00 Uhr

 


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Wie sah es damals im Bezirk aus und wie ist es zum „Mythos Kreuzberg“ gekommen?
Für alle, die das schon immer wissen wollten und für alle, die sich wieder erinnern möchten.

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Drehort: West-Berlin,
80er Jahre

Baby
BRD 1984, 114 Min, 35mm,

R+B: Uwe Frießner,
M: Spliff,

D: Udo Seidler, Reinhard Seeger, Volkmar Richter, Andreas Adam, Klaus Enkow, Andreas Hanft, Albert Henning, Jürgen Hügli, Siegfried Kiehnapfel, Wolfgang Marczynski, Christine Wagner, Sylvia Woiciechowski

Am 10.3.in Anwesenheit von Uwe Frießner

Fr 10.3.17, 19:30 Uhr
Sa 11.3.17, 22:00 Uhr
So 12.3.17, 19:30 Uhr
Mo 13.3.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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Baby träumt von einem eigenen Fitness- und Kraftsport-Center. Die Realität aber ist die triste Bunker-Architektur des Märkischen Viertels, in der kein einziger sozialer Kontakt gedeiht, und der schlecht bezahlte Rausschmeißer-Job in einer Disco am Ku’damm. Und da er nicht der Typ ist, geduldig zu warten bis er das nötige Kleingeld hat, ist er schon mal anfällig für die Verlockungen des schnellen Geldes und lässt sich gerne von seinen Freunden zu kleineren Gaunereien überreden. Aus Kleinen werden aber erfahrungsgemäß schnell Größere und so ist es nur eine Frage der Zeit...

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Drehort: West-Berlin,
80er Jahre

Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
BRD 1981, 131 Min, 35mm,

R: Uli Edel,

mit Natja Brunckhorst, Thomas Haustein u.a.

 

Sa 11.3.17, 19:30 Uhr
So 12.3.17, 22:00 Uhr

 

 

 

 


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Verfilmung des gleichnamigen Buches an Originalschauplätzen im West-Berlin der 80er Jahre gedreht. Hervoragend kann man hier die Veränderung einer Stadt z.B. am Bahnhof Zoo sehen.

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West-Berlin -
36 Jahre Regenbogenfabrik

„Das ist unser Haus“ - Eine Geschichte der Hausbesetzung
Buchvorstellung,
Lesung mit Kai und Barbara Sichtermann
Aufbau Verlag 2017

 

Di 14.3.17, 20:00 Uhr

 

 

 

 


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Kai Sichtermann, Gründungsmitglied der legendären Band Ton Steine Scherben, war mittendrin. Gemeinsam mit seiner Schwester, der Publizistin Barbara Sichtermann, befragte er nun die wichtigsten Protagonisten von damals. Sie erzählen, wie alles anfing, was die Bewegung bewirkte und welche Kämpfe die Hausbesetzer im Laufe der Jahrzehnte ausgefochten haben.

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36 Jahre Regenbogenfabrik

Solidarische Ökonomie - 30 Jahre Arbeit am Regenbogen
Berlin 2011, 40 Min,

ein Film von Anne Frisius,
K: Astrid Vogelpohl, Ute Freund

In Anwesenheit einiger Protagonisten

Do 16.3.17, 19:00 Uhr


 


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Im Kinder-, Kultur- und Nachbarschafts-Zentrum Regenbogenfabrik, Berlin geht es seit 1981 um selbstbestimmtes Leben und Arbeiten. Von freier unbezahlter Mitarbeit bis Einheitslohn bleibt das gleiche Stimmrecht der Ausgangspunkt. Eine enge Verflechtung mit dem Kiez ist Ziel und Grundlage zugleich. Die allgemeine Politik jedoch zielt auf Einzelverantwortung und Unternehmertum: wie also überleben als Gemeinschaftsprojekt? Woher kommt das Geld?

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Drehort: West-Berlin,
80er Jahre

Hopnick West-Berlin, nähe Ost-Berlin
BRD 1989, 60 Min, 16mm,

R: Detlef Buck,

mit: Detlev Buck, Sophie Rois, Roger Heereman, Hans-Erich Viet u.a.




Fr 17.3.17, 20:00 Uhr
So 19.3.17, 19:30 Uhr

 

 


 


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Hopnick sitzt an einem geschlossenen Grenzübergang in West-Berlin am Ende der Stadt, um den wenigen heranfahrenden Autofahrern zu sagen, dass sie eine andere Strecke nehmen müssen. Es fehlt ihm was. Irgendwie Bewegung oder so. Eine Party ändert alles...

Der Film entstand 1989 noch vor der Wende als Bucks Abschlussfilm an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb).
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Drehort: West-Berlin,
80er Jahre

Pochmann
BRD 1989, 85 Min, 16mm,

R: Horst Markgraf,

mit Oskar Roehler u.a.

Am 20.3.in Anwesenheit von
Horst Markgraf

So 19.3.17, 21:00 Uhr
Mo 20.3.17, 19:30 Uhr

 

 

 

 


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"Paul Pochmann ist Fernfahrer und bekommt in seinem Leben nur wenig auf die Reihe. Ständig verliert er seine Jobs und muss sich neue suchen. Nicht selten wird er dabei auch in kriminelle Machenschaften verwickelt. Als er Inez Maiberg kennen lernt, wird jedoch alles anders. Er ist in sie verliebt, will mit ihr zusammen sein und macht ihr Geschenke. Als die Zeitschriftenverkäuferin seine Gefühle jedoch nicht erwidert und ihn sogar verspottet, dreht er durch."

Gedreht wurde 1988 in Kreuzberg und Charlottenburg, ein Streifzug durch das West-Berlin der 80er Jahre.

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36 Jahre Regenbogenfabrik

Geburtstagsparty
mit dem Frauenchor Judith‘s Krise und DJ Carsten

Sa 18.3.17, 20:00 Uhr



 

 


 


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Blick nach Griechenland

Combat au bout de la nuit - Fighting Through the Night O.m.engl.U.
Can16, 285 Min, Doku,

R+K+B: Sylvain L'Espérance


Mit Gästen der Griechenland Solidarität



Fr 24.3.17, 19:00 Uhr


 

 


 


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„Sylvain L’Espérance gelingt es, mit den Augen eines Fremden einen beeindruckenden Bogen über zwei Jahre Krise in Griechenland zu spannen, die er weniger mittels Fakten, als vielmehr mittels großartiger Impressionen einzufangen vermag und dabei erst am Ende einer gewissen Didaktik erliegt, die treffsicher einen Verdacht zu untermauern weiß, den einer der Arbeiter vormals in die Stammtischrunde warf: „Wenn Wahlen wirklich irgendeine Veränderung mit sich bringen könnten, dann würden sie abgeschafft.“ Filmdienst

Der Film feierte in der Panorama-Sektion der Berlinale 2017 seine Premiere.
Wir spielen den Film mit einer Pause, es gibt Butterbrote.

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Zum Weltwassertag

Water Makes Money
D/F 2010, 82 Min,

Dokumentarfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Mit AktivistInnen des Wassertisch`s

So 26.3.17, 20:00 Uhr

 

 

 

 


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Nachträglich zum Weltwassertag ein Film über die zwei größten Wasserkonzerne Veolia und Suez. Auch wenn es gelungen ist, Veolia aus den Berliner Wasserbetrieben zu vertreiben, so sind sie doch weltweit diejenigen, die am aggressivsten die Privatisierung des Wassers vorantreiben.

Das ist auch eine Gelegenheit von Wangui Mbatia Abschied zu nehmen. Die Wasserkämpferin aus Kenia tritt uns im Film noch ein letztes Mal entgegen, sie ist in diesem Februar ihrem Krebsleiden erlegen.

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Filmporträt

Frank Zappa - Eat That Question OmU
F/D 2016, 89 Min, Doku,

R: Thorsten Schütte

 

 

Sa 25.3.17, 20:30 Uhr
Mo 27.3.17, 20:30 Uhr
Fr 7.4.17, 21:30 Uhr
Sa 8.4.17, 21:30 Uhr
So 9.4.17, 21:00 Uhr
Mo 10.4.17, 21:00 Uhr

 

 

 

 


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"Dem Komponisten, Sänger, Gitarristen und Gesellschaftskritiker (sowie brillanten Selbstdarsteller), der 1993 im Alter von nur 52 Jahren starb, aber ein gigantisches, ungeheuer vielfältiges Werk hinterlassen hat, nähert sich Thorsten Schütte ausschließlich anhand von Archivmaterial und in Zappas eigenen Worten. In achtjähriger Arbeit und mit Unterstützung von Zappas Familie hat er Bekanntes und Entlegenes zusammengetragen, Interviews und Fernsehauftritte, Konzertaufnahmen und privates Material.
Ein solches Unterfangen lebt von der Montage, und Schütte und sein Editor Willibald Wonneberger haben wunderbare Arbeit geleistet. Sie bringen das Material zum Sprechen auch über das Gesprochene hinaus, lassen Statements vorherige differenzieren oder ihnen widersprechen, spiegeln die ganze Bandbreite von Zappas Schaffen. Zwischen populärer und »ernster« Musik existiert da keine Grenze. Ein Rocksong über bizarre Sexpraktiken konnte nahtlos in ein von Varèse oder Strawinsky inspiriertes Stück übergehen, eine Free-Jazz-Impro in eine perfekt ausgefeilte Progrock-Extravaganza, eine surreale Geräuschcollage in einen Tango mit Publikumsmitwirkung.
Diese unerhörte Wandlungsfähigkeit spiegelt »Eat That Question« in spannungsvoller Kombinatorik, die einen eigenen, reizvollen Rhythmus findet. Annähernd chronologisch entsteht ein vielschichtiges Porträt, von einem skurrilen frühen TV-Auftritt (noch ohne Bart, dafür mit Anzug und Krawatte) über seine beständigen Kämpfe gegen Zensur bis hin zur Anerkennung als Komponist und zu einem seiner letzten Interviews, bereits im Angesicht des Todes – ein bewegendes Dokument.
Zappas Humor und Scharfsinn tragen den Film, auch weil seine Gesellschaftskritik nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Und wenngleich weniger schöne Seiten seiner Unkorrektheit nicht ausgespart werden, etwa sein unverhohlener Machismo, entsteht ein durchaus warmherziges Bild. Nicht nur dem Künstler, auch dem Menschen Zappa ist man am Ende nähergekommen." Edp

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Blick auf die Filmgeschichte der 80er - in Gedenken an Werner Nekes

Uliisses
BRD 1982, 94 Min,

R+B+S: Werner Nekes,
K: Bernd Upnmoor,
M: Anthony Moore, Helge Schneider,

D: Armin Wölfl, Tabea Blumenschein, Russel Derson, Shezad Abbas, Sarah Antill, Jim Broadbent, Birger Bustroff, Ken Campbell, Joolia Cappleman, Lee Cornes, Suzan Crowley, Neil Cunningham

 

 

 

Fr 31.3.17, 20:30 Uhr
Sa 1.4.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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Der Filmemacher und Medienkünstler Werner Nekes verstarb am 22. Januar 2017. Seit dem Jahr 1965 hat er ungefähr 100 Filme gedreht und war ein Avantgardist des bundesrepublikanischen Films, der für seine Filme zahlreiche Auszeichnungen erhielt.
Werner Nekes experimentierte mit neuen Aufnahmetechniken, probierte neue Erzählweisen aus. Sein großes Thema dabei war der Film selbst – und die Erforschung des filmischen Sehens. Er versuchte, die Grundlagen und Grenzen der Wahrnehmung auszuloten, grub dabei historische Entdeckungen aus, entwickelte umfangreiche Versuchsreihen, um das Sehvermögen zu testen, Damit attackierte er konventionelle Sehgewohnheiten, provozierte die Zuschauer. Das Thema bei Nekes ist das Kino und seine Ausdrucks-, auch seine Illusionsmöglichkeiten, sein Wesen: Bewegung und Licht.

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1980 drehte Werner Nekes mit „Uliisses“ seinen ersten Langfilm, der Homers "Odyssee" und James Joyces "Ulysses" verknüpft. Aus dem Anzeigenakquisiteur Leopold Bloom wird bei Nekes Uli, der Fotograf; er “is' es”. Und wie jener vom Dichter, so unterscheidet sich dieser vom Filmemacher: Er macht ja nur unbewegte Bilder. Molly ist nicht Sängerin, sondern Fotomodell. Dublin wird zum Ruhrgebiet, dort lebt und arbeitet Uli (und Nekes zeigt uns seine Heimat in nie gesehenen Bildern, als eine mythische Landschaft), und dort schreibt er sie, im Jahr 1980, mit Licht, seine “Lichteratur”. In achtzehn Episoden gegliedert entfaltet Nekes die neue, seine Version eines alten Verhältnisses: das von Odysseus und Penelope, also von Leopold und Molly, von Uli und Tabea. Doch der “Gegenstand dieser Odyssee ist die Bildersprache selbst, das Sehenlernen und Sehenwollen”, formuliert Dietrich Kuhlbrodt. So befinden wir uns auf einer Entdeckungsreise, zurück in Filmgeschichte und noch weiter zur Vorkinematographie, bei der man mit Tabea einen veritablen Star sehen, Groucho Marx oder Marilyn begegnen kann, sich plötzlich in “Casablanca” befindet und die herrlichsten Dinge vorgeführt bekommt, die jahrhundertealt sind oder ganz neu und vom Polyoramapanoptique bis zum Laserstrahl und dem Hologramm reichen.
“Uliisses” ist, auch, eine Anthologie der Filmgeschichte, ihrer Prinzipien und Erfindungen, jener Wunderdinge, die, halb Kinderspielzeug, halb wissenschaftliches Gerät, den Film erst ermöglicht haben. Sie dienen zusammen mit ganz modernen Entdeckungen oder auch mit übernommenen Kunstaktionen (wie VA Wölfls “Lichtbrechen”) dazu, durch Optik und Licht Gedanken visuell auf den Punkt zu bringen. Nekes braucht keine Geschichte, um zu zeigen, daß die Beziehung zwischen zwei Menschen gestört ist. Er nimmt nur die Kamera, stellt davor Mutter und Kind – und manipuliert dann den Entwicklungsprozeß des belichteten Films. Er mischt Negativ und Positiv, Bildstörungen flackern, Fehlbelichtungen werden sichtbar: Zwei Menschen sind Opfer von Entwicklungsstörungen Oder: Nekes benutzt Phosphorpulver, um zu zeigen, wie sich Odysseus/Uli der lästigen Freier entledigt. Er hat sie photographiert, betrachtet ihre Porträts in der Dunkelkammer. Er schüttelt die Bilder – und geheimnisvollerweise, das Pulver macht es möglich, kommen sie ins Rutschen, fallen sie zusammen, werden zu Staub. Auch so kann man, filmisch, Rivalen auslöschen.
“Uliisses” ist ein Film, der auf mehreren Ebenen funktioniert, gesehen werden kann: ein Avantgardefilm, aber einer, der einfach Spaß macht und Vergnügen. Man kann ihn naiv sehen oder als Vexierspiel oder als komplexes Kunstwerk. Der Zuschauer kann Pfadfinder spielen und Beziehungen und Anspielungen suchen, den Verweisen nach spüren, die Geräte, Spielzeuge, Erfindungen identifizieren. Je mehr man wiederentdeckt, desto größer der Genuß. Aus 111 Meisterwerke des Films 1989 Walter Schobert

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Blick auf die Filmgeschichte der 80er - in Gedenken an Werner Nekes

Johnny Flash
BRD 1987, 80 Min, 35mm,

R: Werner Nekes,
M: Helge Schneider,

D: Helge Schneider, Andreas Kunze, Heike Melba-Fendel, Marianne Traub

So 2.3.17, 20:30 Uhr
Mo 3.4.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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Der etwas schüchterne Elektriker Jürgen Potzkothen hat einen großen Traum: Er will Schlagerstar werden. Mit seinem Song "Liebe ist nicht peinlich" will er nicht nur die Hitparade, sondern auch sämtliche Frauenherzen erobern. Eine dralle Dame vom Fernsehen und der schmierige Agent Toi erkennen Jürgens Potential und wollen ihn für ihre Zwecke missbrauchen. Doch Jürgen alias Johnny Flash läßt sich, unterstützt von seiner omnipräsenten Mutter, auf dem Weg nach oben durch nichts aufhalten.

"Wer sich also fernab vom Einheitsbrei der Filmindustrie seinen Humor erhalten konnte, der findet in Johnny Flash eine gelungene Satire über das Schlagergeschäft, dessen Boshaftigkeit seinesgleichen sucht." KS, Pinboard, Februar 1988

"Übrigens: Der schönste Ruhrgebietsfilm war Johnny Flash von Werner Nekes. Besser wurde die Seele des Künstlers im Revier nie getroffen." Peter Krauskopf, Marabo 1/1989

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MARIJA
D/CH 2016, 100 Min,

R: Michael Koch,

D: Margarita Breitkreiz, Georg Friedrich, Sahin Eryilmaz, Olga Dinnikova u.a.

Fr 7.4.17, 19:30 Uhr
Sa 8.4.17, 19:30 Uhr
So 9.4.17, 19:00 Uhr
Mo 10.4.17, 19:00 Uhr

 

 

 

 


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"Marija, eine junge Ukrainerin, verdient sich ihren Lebensunterhalt als Reinigungskraft in einem Hotel in Dortmund, träumt jedoch von einem eigenen Friseursalon. Monatlich legt sie etwas Geld beiseite, als eine fristlose Kündigung ihren Traum in weite Ferne rückt. Ohne Arbeit und finanziell unter Druck, sieht sie sich dazu gezwungen, nach anderen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Dabei ist sie bereit, ihren Körper, ihre sozialen Beziehungen und zuletzt die eigenen Gefühle dem erklärten Ziel unterzuordnen. Das Spielfilmdebüt von Michael Koch ist das Portrait einer jungen Frau, die am Rand unserer Produktions- und Konsumgesellschaft lebt, sich jedoch nicht auf die ihr zugeschriebene Opferrolle reduzieren lässt. Fordernd, entschlossen und kompromisslos kämpft sie für ein freieres, selbstbestimmtes Leben." Real Fiction Filmverleih

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Zu Ostern

DAS ERSTE EVANGELIUM MATTHÄUS - IL VANGELO SECONDO MATTEO
IT 1964, 120 min, 35mm,

R: Pier Paolo Passolini,

D: Enrique Irazoqui, Margherita Caruso, Susanna Pasolini,

M: Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Sergei Prokofiev u. a.

Fr 14.4.17, 20:30 Uhr
Sa 15.4.17, 20:30 Uhr
So 16.4.17, 20:30 Uhr
Mo 17.4.17, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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In der immer noch einzigen diskutablen Verfilmung des Lebens Jesus folgt Pasolini zwar konsequent dem Matthäus-Evangelium, entwirft aber ein sehr individuelles Bild der Heilsgeschichte. So arbeitet er nicht nur besonders die sozialen Aspekte der Botschaft Jesu heraus, sondern macht die Ausweglosigkeit in den Vorstädten Roms der 60er Jahre zum Ausgangspunkt seines Filmes.
Unter der Oberfläche wandeln sich so die vordergründig naturalistischen Einstellungen in extrem stilisierte und künstliche Bilder. "Ich wollte die Geschichte Christi plus zweitausend Jahre christliche Übersetzung erzählen, denn es sind die zweitausend Jahre der christlichen Geschichte, die diese Biographie mythisiert haben, die als solche sonst eine fast unbedeutende Biographie wäre." Seinem Anliegen gemäss, greift Pasolini auf die Bildtradition der Kunstgeschichte zurück, und sucht nach DarstellerInnen - übrigens zum grössten Teil Laien (z.B. Pasolinis Mutter als Maria), - die ihn an Gemälde der Renaissance und des Barocks erinnern.
Mit "DAS ERSTE EVANGELIUM MATTHÄUS" lädt das regenbogenKINO traditionell zu Ostern ein.

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