zurück zur Programmübersicht

   

 

 


Psychiatrie im Film

SPK Komplex
D 2018, 111 Min,

Ein Film von Gerd Kroske

Am 30.8.18 in Anwesenheit des Filmemachers

Do 30.8.18, 19:30 Uhr
Fr 31.8.18, 19:30 Uhr
Sa 1.9.18,
19:30 Uhr
So 2.9.18, 21:30 Uhr


 


*

veradrake

1970 gründete der Arzt Wolfgang Huber in Heidelberg mit Patienten das »Sozialistische Patientenkollektiv«, kurz SPK. Die antipsychiatrisch ausgerichtete Gruppe kritisierte die damalige Behandlung von psychisch Kranken als »Verwahr-Psychiatrie« und verknüpfte innovative Therapiemethoden mit politischen Forderungen. Hubers Experiment fand bald viele Anhänger, führte aber auch zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Uni Heidelberg und der baden-württembergischen Landesregierung. Im Zuspitzen des Konflikts radikalisierte sich das SPK, Gerüchte über latente Verbindungen zur RAF wurden laut. Huber, seine Frau und weitere Mitstreiter wurden verhaftet und vor Gericht gestellt. Die SPK–Prozesse nahmen in der Härte, mit der sie von beiden Seiten geführt wurden – von Versuchen, Rechtsanwälte auszuschließen, bis zur Totalverweigerung der Angeklagten – die späteren Stammheim-Prozesse vorweg. Am Ende wurde das SPK zur kriminellen Vereinigung erklärt; Huber und seine Frau wurden zu langen Haftstrafenverurteilt und verloren ihre Approbationen. Seither haftet dem SPK der fragwürdige Ruf an, die RAF unterstützt zu haben und letztendlich in deren Terror aufgegangen zu sein. Dieser Ruf überlagert, worum es Huber und dem SPK eigentlich ging: um die Rechte von Patienten und um Therapien zur Selbstermächtigung.

In SPK KOMPLEX erzählt Regisseur Gerd Kroske über Interviews mit Hubers Weggefährten, mit Ermittlern, Richtern und Journalisten sowie über eine Fülle von unveröffentlichten Aufnahmen und Archivmaterial aus dem »Deutschen Vorherbst« die weitgehend unbekannte Geschichte des SPK und ihrer Folgen bis heute. Eine Geschichte vom Irresein und Irrewerden, von öffentlicher Wahrnehmung und den Mechanismen von Gewalt.

veradrake

Die Geschichte des Kinos und die der wissenschaftlichen Psychiatrie sind eng miteinander verwoben, zum einen sind beide zeitgleich Ende des 19. - Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, zum anderen spielt die psychologische Wirkung auf den Zuschauer eine große Rolle, denn der will gut unterhalten sein. So bedient der Film Wünsche, Sehnsüchte, Leidenschaften, Träume. aber auch Ängste und natürlich viele Klischees.
Das Licht geht aus und wir tauchen hinein in Geschichten, in andere Leben, fühlen mit, entwickeln Sympathien und gewinnen so manchmal Distanz zum eigenen Alltag, der uns gefangen hält, zum eigenen Sein. Das Kino entlässt uns mal glücklich, mal erregt, mal voller Angst.
Im Film darf man verrücken – abrücken von dem, was die wissenschaftliche, vorgegebene Norm ist, in die verborgenen, dunklen Tiefen unseres menschlichen Seins.
In der Psychiatrie versucht man diese zu behandeln, auszusondern.
Die Behandlungsmethoden, denen psychisch Kranke in der ersten Hälfte des letzten Jahrhundert, ausgesetzt wurden, lassen sich wie ein Horrorfilm lesen.
In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es dann überall in Europa Antipsychiatriebewegungen, die dann schließlich zu anderen Behandlungsformen und Therapien führte.
Die Geschichte spiegelt sich in vielen Spielfilmen und in einigen Dokumentarfilmen wider, denn die Kunst – die Filmkunst - war auch immer ein Mittel auf Mißstände aufmerksam zu machen, Öffentlichkeit zu schaffen und Kritik zu üben.

zurück zur Programmübersicht

 


Psychiatrie im Film

Shock Corridor OmU
USA 1963, 101 Min,

R+B: Samuel Fuller

D: Peter Breck, Constance Towers, Gene Evans, James Best, Hari Rhodes, Larry Tucker, Paul Dubov, Chuck Robertson

 

Fr 31.8.18, 22:00 Uhr

 


*

veradrake

Johnny Barret, Journalist möchte endlich erfolgreich sein in seinem Job. So läßt er sich als Patient in eine Nervenheilanstalt einweisen, um einen ungelösten Mord, der dort geschehen ist, aufzuklären. Doch aus dem Spiel wird bitterer Ernst, da man als Patient den Behandlungen ausgesetzt ist und sich diesen fügen muß. Ein Psychothriller der einen von Anfang bis Ende packt und auf verschiedenen Ebenen über die amerikanische Gesellschaft zu erzählen weiß.

zurück zur Programmübersicht

 

 

Psychiatrie im Film

I never promised you a Rose Garden OmU
USA 1977, 96 Min, 35mm,

R: Anthony Page

D: Bibi Andersson, Kathleen Quinlan, Ben Piazza, Lorraine Gary, Darlene Craviotto, Reni Santoni, Susan Tyrell, Sylvia Sidney, Signe Hasso


Sa 1.9.18, 22:00 Uhr
So 2.9.18,
19:30 Uhr

 


*

veradrake

Literaturverfilmung nach dem autobiografischen Roman von Hannah Green, die die Veränderungen, ausgelöst durch die Antipsychiatriebewegung in den 60er Jahren, in der Behandlung psychisch Kranker zeigt.
Im Mittelpunkt steht die Teenagerin Deborah, die mit einer Schizophrenie-Erkrankung zu kämpfen hat. Sie zieht sich immer wieder in eine erfundene Traumwelt, das Königreich Yr, zurück. Ihre Eltern bringen sie in eine psychiatrische Anstalt, die neuen Therapieformen folgt.

zurück zur Programmübersicht

 

 

 

Psychiatrie im Film

CRAZYWISE OmU
USA/RUS/ECU/Mongolei 2016, 82 Min, Dokumentation,

Regie: Phil Borges, Kevin Tomlinson

 



Mo 3.9.18, 20:30 Uhr

 


*

veradrake

Psychische Störung oder spirituelle Krise?
Auf eindrückliche Weise zeigt dieser Film, wie das Wissen von indigenen Völkern oft mit unserem westlichen Verständnis von psychischer Gesundheit kollidiert. Anhand persönlicher Erfahrungen von porträtierten Menschen zeigen die Regisseure Phil Borges und Kevin Tomlinson, wie eine psychologische Krise in eine positive Erfahrung transformiert werden kann. Eine Inspiration entlang vielerlei Grenzen, ehrlich, spirtituell, engagiert.

zurück zur Programmübersicht

 


Blick auf das europäische Filmerbe zum Tag des Denkmals

Das Verhör
F 1981, 88 Min, 35mm,

R: Claude Miller

D: Lino Ventura, Michel Serrault, Romy Schneider, Guy Marchand, Elsa Lunghini, Jean-Claude Penchenat, Pierre Maguelon, Annie Miller

 

Fr 7.9.18, 20:00 Uhr
Sa 8.9.18, 21:30 Uhr

 


*

veradrake

In einer kleinen französischen Küstenstadt werden kurz nacheinander zwei Mädchen vergewaltigt und ermordet. Der Verdacht fällt auf den Mann, der eine der Leichen entdeckt hat, den angesehenen Notar Jérôme Martinaud. Er wird vorgeladen…
“Claude Miller ist mit seinem meisterlich inszenierten Film ein faszinierendes Kammerspiel gelungen, das seine Spannung weniger aus der Krimihandlung als vielmehr aus dem aufregenden schauspielerischen Psychoduell zwischen Lino Ventura und Michel Serrault bezieht. Ventura als unerbittlicher Polizeiinspektor, der hin- und hergerissen ist zwischen Zweifeln, Misstrauen und Hochachtung, und Serrault als ein in die Enge getriebener Verdächtiger mit dem Sarkasmus eines sensiblen Zynikers. Einfach großartig

Der Tag des Denkmals steht 2018 unter dem Motto: Europa was uns verbindet - wir blicken auf das europäische Filmerbe und hoffen, dass es dies noch lange gibt und diese wunderbaren Filme nicht verschwinden, denn während Europa wird, geht viel verloren an Natur und Kultur, an Geschichte und Utopien.

zurück zur Programmübersicht

 

 

Blick auf das europäische Filmerbe zum Tag des Denkmals

Tausendschönchen OmU
CSSR 1967, 76 min, 35mm,

R: Vera Chytilová

D: Jitka Certhová, Ivana Karbonová

Fr 7.9.18, 22:00 Uhr
Sa 8.9.18, 20:00 Uhr

 


*

veradrake

Zwei Mädchen, die eine blond, die andere brünett, langweilen sich im Freibad. Sie finden, daß die Welt verdorben ist, und beschließen, genauso verdorben zu sein. Daraus hat Vera Chytilová einen frechen, subversiven, poppigen oder auch anarchistischen Film gemacht. Sie gibt sich lustvoll der Freude am Experimentieren und Zerstören filmischer Strukturen hin.

zurück zur Programmübersicht

 

 

 

Blick auf das europäische Filmerbe zum Tag des Denkmals

Die Stimme des Mondes
I/F 1990; 120 Min, R: Frederico Fellini, D: Roberto Benigni, Nadia Ottaviani, Angelo Orlando, Marisa Tomasi


So 9.9.18, 20:30 Uhr
Mo 10.9.18, 20:30 Uhr

 


*

veradrake

„Ein Essay über Stille und Lautstärke, über das Verstehen und das Beobachten, über das Reden und das Sprechen, über das Verschwinden der Provinz in Italien und anderswo und über ihre Unsterblichkeit.
Ein Marktplatz einer kleinen Stadt a uf dem ungeheure Geschäftigkeit herrscht, arabisches Öl, japanische Touristen und die allgegenwärtigen schwarzafrikanischen Straßenhändler bestimmen neben Autos, Bussen und lärmigen Umbauarbeiten das Bild. Ein ländlicher Bauernhof, zu dem es des nachts die Männer zieht, ein Brunnen als magischer Ort, eine leere Wohnung, und schließlich eine mächtige, in einer Fabrikhalle verborgene Diskothek, deren Lautsprecheranlagen an die Geschütztürme eines Panzerkreuzers erinnern. Roberto Benigni, der mondsüchtige Italiener schlechthin, spielt Salvini, dem im Verlauf seiner Reise beides obliegt, zu retten und gerettet zu werden, und Paolo Villagio, der verfolgte Misanthrop, spielt Gonella, dessen Symbol tatsächlich der Rock (=gonnella) scheint. Dieser Ex-Präfekt, der sich vielleicht nicht einmal völlig zu Unrecht von überall verfolgt wähnt (unter anderem von den greisen Wohnungsnachbarn) ist einer Verschwörung auf der Spur, die angeblich in der Diskothek ihr Zentrum hat. Der Verfolgungswahn ist bei ihm eine philosophische Methode: Alle Menschen sind an einem Komplott gegen alle Menschen beteiligt. Nun heißt es nur noch Motiv, Medium und Ziel dieser Verschwörung zu bestimmen. Folgerichtig versucht Gonella am Ende etwas mit Gewalt zu erreichen. Alles, was sich in Menschengestalt begegnen kann, Engel und Teufel, Kind und Greis, Philosoph und Politiker, Land und Stadt, Utopie und Geschichte, begegnet sich in Salvini und Gonella.
Das Ziel der Bewegung, die Salvini in die typischen „biographischen" Träume bringt, an die Feuerstelle und ins Bett bei der Großmutter zum Beispiel, und die ihm einige merkwürdige Freunde (und Feinde) beschert, ist - vielleicht - ein philosophisches Paradox, nämlich der Umstand, daß man eine Stimme wie die des Mondes nur entweder hören oder verstehen kann. So beschreibt auch der Kirchplatz mit seinem Auf- und Umbau der unaufhaltsamen Modernisierungen für den Zuschauer ein ähnliches Paradox von Sehen und Verstehen. Was an der Oberfläche wie eine etwas polemische Attacke gegen den Lärm, die Verstädterung und die Modernisierung scheint, wird zu einer endlosen Bewegung, in der immer wieder das Alte aus dem Neuen spricht. Die Nebenfiguren haben nicht nur Salvini etwas zu sagen, sie leben auch ihre eigenen Märchen.“ Georg Seeßlen, Edp

zurück zur Programmübersicht


 

 

11. GRIECHISCHER SALON:

Vom hohen Preis des Goldes... OmU
...für die Umwelt und die Menschenrechte in Griechenlands

Griechenland 2018, 65 Min,

Dokumentarfilm von Wasil Schauseil und Leopold Helbich



Do 13.9.18, 19:30 Uhr

 

veradrake

Seit Jahren gibt es in der Region Chalkidiki einen heftigen Konflikt um eines der größten Bergbau-Projekte Europas.
Inmitten der Wirtschaftskrise vollzieht sich hier die Transformation Griechenlands zu einem extraktivistischen* Staat, gefördert durch die griechische Regierung und die Rohstoffpolitik der EU. Doch der gesellschaftliche Widerstand ist groß.
Insbesondere am Bau einer Goldmine in den alten Wäldern von Skouries eskalierte die Auseinandersetzung zwischen den AktivistInnen, dem internationalen Investor, der griechischen Regierung und den Bergarbeitern.
Der Film dokumentiert den demokratischen Kampf der Bevölkerung gegen die Zerstörung ihrer Heimat durch hochriskanten Goldabbau. Die Oppositionsbewegung gegen die Ressourcenausbeutung wurde schnell zur Zielscheibe massiver staatlicher Repressionen. Jetzt stehen 450 Menschen vor Gericht.
Mitglieder des Komitees gegen den Goldabbau in Skouries und ein Vertreter von „Ende Gelände“ - einer Umwelt-Initiative, die sich in Deeutschland gegen den Braunkohlebergbau wehrt - diskutieren mit uns Perspektiven des Kampfes gegen Umweltzerstörung und Klimawandel.

zurück zur Programmübersicht

 

 

 

Hamburger Gitter – Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit
D 2018, 76 Min,

R: Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard, Luca Vogel

Am 15.9.in Anwesenheit von Luca Vogel


Fr 14.9.18, 20:30 Uhr
Sa 15.9.18,
20:30 Uhr
So 16.9.18, 20:30 Uhr

 


*

veradrake

„Bis zu 170 Ermittler arbeiten an Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen, die sich an Plünderungen beteiligten. Die Dokumentation konzentriert sich auf den Umgang mit den Protesten und die staatliche Sicherheitspolitik. Versammlungsfreiheit, Bewegungsfreiheit und Pressefreiheit spielen eine Rolle, wie auch die Veränderung der polizeilichen Strategien. Welche Garantien des Grundgesetzes konnten rund um den G20-Gipfel standhalten? Das Regieteam zeichnet die Geschehnisse nach und spricht mit Betroffenen auf beiden Seiten und Experten zu Grundrechten, Sicherheitspolitik und der politischen Gesamtsituation."

zurück zur Programmübersicht

 

 

Kinderkino

Flußfahrt mit Huhn
D 83/84, 106 Min, ab 6 Jahre

R: Arend Agthe



Sa 15.9.18,
15:00 Uhr
So 16.9.18, 15:00 Uhr

 


*

veradrake

Lieber Opa, wir sind in einem geheimen Auftrag unterwegs: Wir erkunden einen neuen Zugang zum Meer." Wenn wundert es da, dass es dem Opa die Sprache verschlägt, als er morgens statt Johanna diesen Zettel in ihrem Bett findet. Und dabei sollte er doch über die Ferien auf sie aufpassen. Mit dem Boot der Nachbarn nimmt er sofort die Verfolgung auf. Es beginnt eine große Abenteuerjagd, in der die Kinder mit allen Tricks versuchen, ihren Opa abzuhängen....

zurück zur Programmübersicht

 

 

 

Blick nach Afrika

Lumumba OmU
F/B/BRD/Haiti 2000, 116 Min,

R: Raoul Peck

D: Eriq Ebouaney, Alex Decas, Theophile Moussa

Mit Gästen und anschl. Diskussion

Mo 17.9.18, 19:30 Uhr

 


*

veradrake

Der Anfang des Films ist schwer erträglich. Drei schwarze Männer, Gefangene, werden von Weißen in Uniform in einem Jeep durch Nacht und Wüste transportiert, an einem einsamen Ort umgebracht, zerstückelt, verbrannt. Aus dem Off hören wir die Stimme eines der Ermordeten, von dem keine Spur mehr bleiben sollte: Patrice Lumumba. In Rückblenden erfahren wir die Geschichte, die voranging, Lumumbas Kampf für die Unabhängigkeit des Kongo / Zaïre und seine Wahl zum ersten Premierminister des Landes 1960. Er wollte ein moderner, gerechter, sozialistischer und die verschiedenen Volksgruppen versöhnender Regierungschef sein. Der Film zeigt, daß er dazu gegen die rassistischen Machtinteressen der Exkolonilalisten keine Chance hatte. Bei der Vereidigung steht neben ihm schon Mobutu bereit, der nach Lumumbas nur zweimonatiger Amtszeit mit tatkräftiger Unterstützung Belgiens und des CIA "beweist", daß die "unzivilisierten" und "nicht demokratiefähigen" Länder Afrikas nur diktatorisch zu beherrschen sind.

Als Gast begrüßen wir Titi Baneck, die uns die Sicht einer Kongolesin auf die Person Lumumba und seine Bedeutung in der Geschichte des Kongo/Zaire/der Demokratischen Republik Kongo darstellen kann.Sie kam als Studentin nach Berlin und wirkt seit vielen Jahren an vielfältigen interkulturellen Projekten mit - siehe http://www.berlin-kongo.de/.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe "Blick nach Afrika" in Kooperation mit attac Berlin.

zurück zur Programmübersicht

 

 

 

System Error
D 2018, 97 Min,

R: Florian Opitz
K: Andy Lehmann

Am 24.9.in Anwesenheit von Florian Opitz

 

 


Fr 21.9.18, 20:00 Uhr
Sa 22.9.18,
22:00 Uhr
So 23.9.18, 20:30 Uhr
Mo 24.9.18, 20:30 Uhr

 


*

veradrake

"Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann? Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.
SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen - einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat."

zurück zur Programmübersicht



Erschwinglicher Wohnraum für alle

Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Inte-ressen sein, die Lina Braake hat
BRD 1974, 85min., 35mm,

R+B: Bernhard Sinkel

Mit: Lina Carstens, Fritz Rasp, Wilfried Klaus, Hermann Böttcher, Ellen Mahlke, Benno Hoffmann, Rainer Basedow, Erica Schramm, Walter Sedlmayr

 

 

 



Fr 21.9.18, 22:00 Uhr
Sa 22.9.18, 20:00 Uhr

 

veradrake

Die 81-jährige Rentnerin Lina Braake verliert durch die Grundstücksge-schäfte einer Bank ihre Wohnung und wird mit einem Platz im Altenheim "entschädigt". Dort lernt sie den 84-jährigen Gustaf kennen, mit dem sie einen gewitzten Plan schmiedet. Sie betrügt die Bank, die sie um ihre Wohnung gebracht hat, und sichert sich auf Sardinien ein Landhaus mit lebenslangem Wohnrecht. Der Coup gelingt - aber es dauert nicht lange, bis die Bank Lina ausfindig macht. Auf Grund ihres hohen Alters kann sie jedoch nicht verurteilt werden...
Angesichts der beängstigenden demografischen Entwicklung nach wie vor sehenswert und aktuell.

zurück zur Programmübersicht

 

 

Kinderkino

Kletter-Ida
DK/N/S 2001, 87 Min, 35mm,
ab 7 Jahre

R: Hans Fabian Wullenweber



Sa 22.9.18,
15:00 Uhr
So 23.9.18, 15:00 Uhr

 


*

veradrake

Die Ida liebt das Klettern. Ihr Vater war ein bekannter und begeisterter Bergsteiger, bis er bei einem Unfall fast ums Leben kam. Ida hat sein Talent geerbt und klettert auf alles was höher als 3 Meter ist, obwohl die Eltern ihr dies ausdrücklich verboten haben. Ihr Vater erkrankt und die nötige Operation kostet viel Geld. Da beschließt Ida mit ihren Freunden den Safe der Bank auszurauben um ihren Vater zu helfen. Der Safe hängt in einem 30 Meter hohen Schacht. Wird es ihnen gelingen? ...

zurück zur Programmübersicht



"Sie haben uns irgendwo hingetan, wo uns keiner sieht..."

Info- und Dokumentationsveran-staltung zu Antiromanismus in Deutschland, Westbalkan und der Ukraine

 

 

Do 27.9.18, 19:30 Uhr

 

veradrake

- Antiromanismus in Medien und Sozialen Netzwerken (S. Kosche)
- Recherchereise zur Situation der Rom*nija in Serbien (u.a. Kenan Emini)
- Recherchereise in die Ukraine „der ignorierte Völkermord“
Zeitzeug*inneninterviews und Berichte zur aktuellen Situation
.

zurück zur Programmübersicht



Zum Tag der Einheit
BERLIN - STETTIN
D 2009, 110 Minuten,

ein Film von Volker Koepp

 

 

 



Fr 28.9.18, 19:30 Uhr
So 30.9.18, 21:30 Uhr

 

veradrake

"Der Dokumentarfilm-Regisseur Volker Koepp wurde 1944 in Stettin geboren und wuchs in Berlin-Karlshorst auf. Zwischen diesen beiden Städten, zwischen Elbe und Oder, hat er immer wieder Menschen getroffen und Orte gefunden, die er zu Hauptdarstellern seiner Filme gemacht hat. In BERLIN - STETTIN zieht es ihn zurück in seine früheren Lebenslandschaften. Seine eigene Biografie überlagert sich mit der Biografie seiner wiedergefundenen Protagonisten, mit der Geschichte dieses Landstrichs. Und wieder findet er neue Menschen und Landschaften, neue Themen und einen neuen Ansatz, sie zu erzählen.
"Berlin - Stettin" war ein Kinderspiel, das Volker Koepp mit Freunden nach dem Krieg in Berlin-Karlshorst spielte. Der Name des Spiels war einprägsam, er ging ihm nie ganz aus dem Kopf. Erst später wurde ihm bewusst, dass sich mit den beiden Städtenamen eigene wichtige Lebensorte verbanden: der Geburtsort Stettin (heute das polnische "Szczecin"), Berlin als Ort der Kindheit, die Landschaft dazwischen als Drehort vieler Filme: Brandenburg, Mecklenburg, Pommern."

veradrake

zurück zur Programmübersicht



Zum Tag der Einheit
Landstück
D 2016, 122 Min, digital,

R+ B: Volker Koepp
K: Lotta Kilian


 

 

 



Fr 28.9.18, 21:30 Uhr
Mo 1.10.18, 20:00 Uhr

 

veradrake

Auf den weitgeschwungenen Feldern der Uckermark im Nordosten Deutschlands wird seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben.
Als die großen landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der DDR abgewickelt wurden, konnten sich die Äcker erholen. Naturschutzgebiete sind entstanden und bäuerliche Familienbetriebe betreiben ökologischen Anbau.
Doch die globale Gier nach Land hat auch Brandenburg erreicht. Der Staat verkauft das Land inzwischen an ortsfremde Großinvestoren. Die Folge: Monokulturen, Windräder, Tiermastbetriebe und Biogasanlagen verändern das Landschaftsbild.
Volker Koepps Film handelt vom Leben der Menschen in dieser dünnbesiedelten Gegend. Er besucht seine unmittelbaren Nachbarn, Dorfbewohner, Zugezogene, Landwirte und Umweltschützer. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihren Sorgen und Visionen.

zurück zur Programmübersicht



Zum Tag der Einheit
Seestück
D 2018, 135 Min,

ein Film von Volker Koepp

 

 

 



So 30.9.18, 19:00 Uhr
Mi 3.10.18, 20:00 Uhr

 

veradrake

"Mit SEESTÜCK schließt Volker Koepp einen filmischen Zyklus ab, den er mit "Berlin-Stettin" (2010) begann. SEESTÜCK – ein Film über die Ostsee, über das Leben am Meer und mit dem Meer – schließt den Reigen nun ab. Wie in den Filmen zuvor spiegeln sich hier die Bögen der Historie in den privaten Lebensläufen der Gegenwart. Auch für die kleine Ostsee gilt: Landschaftsbild ist Weltbild."

veradrake

zurück zur Programmübersicht