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Zum Welt-Afrika-Tag

Das Kongo Tribunal OmU
D/CH 2017, 100 Min, FSK: ab 12

B+ R: Milo Rau,
K: Thomas Schneider


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Fr 5.1.18, 19:00 Uhr
Sa 6.1.18, 19:00 Uhr


 

 


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»Der Film durchleuchtet anhand eines Tribunals vor Ort im Ostkongo (Mai 2015) und in Berlin (Juni 2015) die Gründe und Hintergründe für den seit bald 20 Jahren andauernden Krieg im Gebiet der Großen Seen. Dabei entsteht ein menschlich erschütterndes, analytisch tiefgründiges Bild der neokolonialen Weltordnung.
„Das Kongo Tribunal“ erzählt die Geschichte des Kongos, eines der ärmsten Länder der Welt, in dessen Boden die wertvollsten Bodenschätze, Gold, Coltan (steckt u.a. in jedem Smartphone), der Welt lagern.
Ausgelöst vom ruandischen Genozid 1994, hat der aufgrund der direkten oder indirekten Verwicklung aller Großmächte unserer Zeit auch als „Dritter Weltkrieg“ bezeichnete Kongo-Krieg bereits bis zu 6 Millionen Tote gefordert. Viele Beobachter sehen in ihm nicht nur einen Kampf um die politische Vorherrschaft in Zentralafrika, sondern zugleich eine der entscheidenden wirtschaftlichen Verteilungsschlachten im Zeitalter der Globalisierung. Mag die Zahl der beteiligten Rebellenheere undurchschaubar sein – noch undurchschaubarer sind die in den Nachschublinien wirkenden Waffenhändler, die Rolle ausländischer Diplomaten und humanitärer Hilfswerke, aber auch die Verwicklungen multinationaler Minengesellschaften.
Entscheidet sich in diesem bisher größten und blutigsten Wirtschaftskrieg der Menschheitsgeschichte die zukünftige Ordnung der Weltgemeinschaft?"

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Zum Welt-Afrika-Tag

FÉLICITÉ OmU
F/E/D/Lib 2017, 123 Min,

R: Alain Gomis
K: Céline Bozon
M: The Kasaï Allstars

mit Véro Tshanda Beya, Papi Mpaka, Gaetan Claudia, The Kasaï Allstars,

Fr 5.1.18, 21:00 Uhr
Sa 6.1.18, 21:00 Uhr

So 7.1.18, 20:30 Uhr

 

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Félicité ist Sängerin und tritt jeden Abend in einer Bar in Kinshasa auf. Sie ist eine Frau in der Mitte ihres Lebens, stolz und unabhängig, doch sobald sie singt, scheint sie die Welt um sich herum zu vergessen. Es sind rauschhafte Nächte, denn Félicités Musik hypnotisiert und bewegt ihr Publikum. Als ihr Sohn nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt und dringend operiert werden muss, versucht Félicité, das dafür nötige Geld aufzutreiben. Sie begibt sich auf eine atemlose Reise durch die kongolesische Metropole zwischen Armut und dekadentem Reichtum. Unterstützung bekommt sie durch den Schwerenöter Tabu, einen der Stammgäste der Bar. Er ist es auch, der Félicités Sohn nach seiner Rückkehraus dem Krankenhaus der Lethargie entreißt und ihn zurück ins Leben führt. Die Umstände habe diese drei unterschiedlichen Menschen zu einer Schicksalsgemeinschaft gemacht. Félicités karge Wohnung mit dem permanent kaputten Kühlschrank wird zum utopischen Ort in einem Land, das für die meisten seiner Einwohner keine Hoffnung bereithält...
"... einer der wenigen Berlinale-Wettbewerbsfilme, der das Versprechen von Kino einlöst: in fremde Welten zu verführen." (Die Zeit)

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Zum Welt-Afrika-Tag

Das grüne Gold OmU
S/D/FL 2016, 84 Min, fsk: ab 0,

R: Joakim Demmer
K: Ute Freund


 

So 7.1.18, 18:30 Uhr
Mo 8.1.18, 19:00 Uhr


 

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Ackerland – das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Million Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert – die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Denn zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und Weltbank bei. Und wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung. Dies muss auch der junge äthiopische Umweltjournalist Argaw lernen, der seine Stimme erhebt – und sich damit selbst in Gefahr bringt.

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Zum Welt-Afrika-Tag

Capitaine Thomas Sankara (franz. mit dt. UT)
Burkina Faso/Ch 2012, 104 Min,

R: Christophe Cuppelin

 



Mo 8.1.18, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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"Das ausschließlich aus Archivmaterial zusammengestellte Porträt von Thomas Sankara, Präsident Burkina Fasos vom 4. August 1983 bis zu seiner Ermordung am 15. Oktober 1987, ist eine Hommage an den außergewöhnlichen Staatsmann, der durch seine weitsichtigen und mutigen Reformen und seine resolut anti-imperialistische Politik die Geschichte seines Landes und des afrikanischen Kontinents nachhaltig beeinflusst hat. Mit diesem Dokumentarfilm, der mit der Energie eines zwischen Idealismus und Ironie schwankenden Punk-Manifests daherkommt, gibt uns Filmemacher Christophe Cupelin einen ganzheitlichen Überblick über das intellektuelle und politische Erbes dieses untypischen Staatschefs, der sowohl mit seinen Worten als auch mit seinen Taten Anstoss erregte. Sein Vermächtnis ist noch heute, 40 Jahre nach seiner Ermordung, in Westafrika sehr lebendig. "

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8. GRIECHISCHER SALON:

Deutschlands Streben nach der Vorherrschaft in Europa - gestern und heute

Vortrag und Diskussion mit Jörg Kronauer


Eintrittfrei

 

Do 11.1.18, 19:30 Uhr

 

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Die deutsche Besatzung Griechenlands in den Jahren 1941-44 ging mit einer grausamen Ausplünderung und Zerstörung des Landes einher.
Eine Kompensation der durch die Besatzung entstandenen Schäden ist – abgesehen von den marginalen Zahlungen im Jahre 1961 – nicht erfolgt. Im Zuge der europäischen Finanzkrise und deren Auswirkungen in Griechenland kommt es heute erneut zu einer Ausplünderung griechischer Ressourcen. Auch wegen der nicht geleisteten Reparations- und Entschädigungszahlungen u.a. an Griechenland konnte Deutschland nach dem Krieg eine wirtschaftlich starke Macht werden. Und diese Macht nutzt Deutschland heute in Europa, um seine Herrschaft im Interesse der deutschen Wirtschaft weiter auszubauen.
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Jörg Kronauer lebt und arbeitet in Köln als Sozialwissenschaftler, freier Journalist und ist Redaktionsmitglied bei www.german-foreign-policy.com. Er ist Mitautor des Buches:
„Wir sind die Herren des Landes: Der deutsche Griff nach Griechenland. Geschichte einer Unterwerfung".

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Initiative „Deutschlands unbeglichene Schulden“, Regenbogenfabrik, attac Berlin. Unterstützt von: Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Kinderkino

Krümel im Chaos
DK 1992, 95min., 35mm, R: Sven Methling,

fsk ab 0 Jahre, Empfehlung ab 5 Jahre

Sa 13.1.18, 15:00 Uhr
So 14.1.18, 15:00 Uhr

 

 

 

 


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Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest der Familie, schöner Geschenke und eines guten Essens, alles, worauf man sich zu Weihnachten freut. Doch bei Krümelborgs geht alles ein wenig anders zu in diesem Jahr:
Die Mutter will ihrer Familie etwas Gutes tun und setzt zum Leidwesen aller ein vegetarisches Festmahl durch. Krümel vertauscht dummerweise sein Geschenk für Yrsa: aus dem Freundschaftsring wird unvorhersehbar eine eklige Monsterspinne. Und der Weihnachtsbaum fällt mit großem Getöse mitten im Wohnzimmer um: Papa Krümelborgs neueste Erfindung, der sich drehende Tannenbaumständer, war einfach nicht zu bremsen. Aber dies ist längst noch nicht alles...

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Blick auf die Berlinale 2017

Die Flügel der Menschen – Centaur OmU
Kirgisistan/NL/D/F 2017, 89 Min, FSK: ab 6,

R: ktan Arym Kubat,

D: Khassan Kydyraliev, D: Nuraly Tursunkojoev, Zarema Asanalieva, Aktan Arym Kubat, Taalaikan Abazova, Ilim Kalmuratov, Bolot Tentimyshov, Maksat Mamyrkanov

 



Fr 12.1.18, 19:30 Uhr
Sa 13.1.18, 19:30 Uhr

So 14.1.18, 20:30 Uhr
Mo 15.1.18, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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„In seinem neuen Film »Die Flügel der Menschen« gelingt dem kirgisischen Regisseur Aktan Arym Kubat ein schöner Balanceakt. Er zeichnet ein Porträt des Provinzlebens in seiner Heimat, ohne in Kitsch abzugleiten; er erzählt von verlorengehendem Identitätsbewusstsein, ohne reaktionär zu wirken; und er beschreibt gesellschaftliche Umbrüche, ohne sie mit leichter Hand zu verteufeln.
Centaurs Traditionssehnsucht verzahnt sich indes mit seiner aufkeimenden Liebe zu einer jungen Straßenhändlerin, mit der Sorge um seinen sprachlosen kleinen Sohn und mit der Traurigkeit seiner sich betrogen fühlenden Ehefrau. Er ist kein Held, sein eigensinniges Festhalten an Mythen und Geschichten (des Kinos und der Kirgisen) macht ihn einsam. Es geht in Kubats Film aber auch um den Widerstreit von religiösem Eifer und Weltlichkeit. Imame streiten mit areligiösen Dörflern, und wir sehen ein Kino, das zu einer Moschee umgestaltet wurde – wo in einer der schönsten Szenen der Zauber des Kinos die strengen Rituale des Glaubens aus dem Takt bringt. Anders gesagt ist Centaurs Geschichte nicht zuletzt der Rahmen für das feine Porträt eines Dorfes – als Mikrokosmos, in dem es gegenläufige Interessen gibt, sich aber niemand wirklich in »Gut« und »Böse« aufteilen lässt. Mit einer Art magischem Realismus setzt Kubat dieses kleine Stück seiner Heimat in Szene. Und lässt uns spüren, dass dort die Magie zusehends dem Realismus weichen muss.“ EPD

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Blick auf den Iran

Teheran Tabu
D/A 2017, 96 Min,

R+B: Ali Soozandeh
K: Martin Gschlacht
Animation: Peter Anlauf, Ilja Burzev, Carlos Cursaro u.a.

D: Elmira Rafizadeh, Zahra Amir Ebrahimi, Arash Marandi, Alireza Bayram

 


Fr 12.1.18, 21:30 Uhr
Sa 13.1.18, 21:30 Uhr


 

 

 

 


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Der im Iran geborene und in Deutschland lebende und arbeitende Ali Soozandeh legt in seinem Debüt schonungslos die immense Kluft offen, die sich in der iranischen Gesellschaft zwischen den staatlichen und religiösen Moralvorschriften auf der einen sowie dem tatsächlichen Leben im privaten Raum auf der anderen Seite auftut.
„Das Bild, dass die westliche Bevölkerung vom Iran hat ist immer sehr verzerrt und voller Klischees. Es ist geprägt durch Stereotypen, die von „1001 Nacht“ bis zum nuklearen Disput mit dem strengen islamischen Regime reichen. Aber die Realität, die man auf den Straßen Teherans erlebt ist vielfältiger. Frauen im Iran haben oft einen besseren Bildungsgrad als Männer und eine viel sichtbarere Rolle im täglichen Leben als in vielen anderen Islamischen Ländern, wie z.B. Saudi Arabien. Aber es gibt nicht die eine moderne iranische Frau. Es gibt viele Typen, von der religiösen Fundamentalistin bis zur westlich geprägten Feministin. Natürlich hat letztere nicht die Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. Mein besonderes Interesse galt der Rolle der Frau im gesellschaftlichen Spiel der Tugenden. Sie sind diejenigen, die am meisten leiden. Von Frauen wird grundsätzlich erwartet, dass sie sich selbst und ihren Kindern Regeln und Tabus auferlegen, die ihre Freiheit und die der nächsten Generation eingrenzen.“
Ali Soozandeh

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Da der Film nicht an Originalschauplätzen in Teheran gedreht werden konnte, haben die Macher das Drama animiert – im sogenannten Rotoskopieverfahren, bei denen erst reale Schauspieler die Szenen spielen, die dann übermalt und anschließend in ebenfalls animierte Hintergründe eingefügt werden.
Drei selbstbewusste Frauen und ein Musiker, deren Wege und Schicksale sich immer wieder kreuzen: Pari ist alleinerziehende Mutter des 5-jährigen Elias. Ihr Mann sitzt wegen Drogenmissbrauchs im Gefängnis und verweigert ihr die Scheidung. Ihr einziger Ausweg ist es, sich als Prostituierte ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie freundet sich mit Sara an, die gern arbeiten, würde, was ohne die Erlaubnis ihres Mannes Mohsen aber unmöglich ist. Babak ist ein junger Musiker, der eigene Songs aufnehmen will, sich aber mit Musikunterricht über Wasser hält. Nach einem One Night Stand mit Donya steht er vor einem Problem: Die junge Frau soll in einer Woche verheiratet werden und dafür muss ihre Jungfräulichkeit operativ wiederhergestellt werden.

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Life on the Border OmeU
Irq/Syr 2015, 73 Min, fsk: ab 12 Jahre, Dokumentarfilm,

R: Basmeh Soleiman, Hazem Khodeideh, Sami Hossein, Ronahi Ezaddin, Diar Omar, Delovan Kekha, Mahmod Ahmad, Zohour Saeid

 

Fr 19.1.18, 19:30 Uhr
Sa 20.1.18, 19:30 Uhr

 

 

 

 


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"Bahman Ghobadis Lebensthema sind die kurdischen Kinder, die Leidtragenden der Kriege um ihr zerrissenes Volk ohne Land. Der im Westen des Iran nahe dem Irak geborene Regisseur weiß, wovon er erzählt. Im ersten Golfkrieg verlor er einen Teil seiner Familie und musste lernen, sechs Geschwister zu ernähren. Seit seinen Jugendklassikern »Zeit der trunkenen Pferde« und »Schildkröten können fliegen« versucht Ghobadi, der schier nicht in Worte zu fassenden Mischung aus Trauer und Entsetzen, Tapferkeit und Überlebenswitz der Kinder aus verheerten kurdischen Dörfern und Camps Gesichter und Stimmen zu verleihen.
In »Life on the Border« tritt der Regisseur nun persönlich hinter seinem Anliegen zurück. 2015 gewann er Kameramänner für die praktische Unterweisung von Jungen und Mädchen in syrischen und irakischen Flüchtlingscamps, stellte den 12- bis 14-Jährigen Kameras zur Verfügung und ermunterte sie, in Kurzfilmen von ihrem und dem Leben ihrer Altersgenossen zu erzählen. Sieben starke, mit dokumentarischer und poetisch-phantastischer Begeisterung von Kindern gedrehte Episoden fügte Ghobadi zum Film „Life on the Border“ zusammen und den Kurzfilmen gelingt es einen eindrücklicheren Einblick in die hierzulande verdrängten Wirklichkeiten zu geben.
»Life on the Border« porträtiert eine verlorene Generation, aber wie zum Trotz widerlegt die Lust der Kinder am Filmemachen, wie sie die Schlussepisode zeigt, die große Elegie".

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Blick auf die Berlinale 2017

Una mujer fantástica OmU
Chile / USA / D / E 2017, 104 Min,

R: Sebastián Lelio
K: Benjamín Echazarreta

mit Daniela Vega, Francisco Reyes, Luis Gnecco, Aline Kuppenheim, Nicolas Saavedra, Amparo Noguera, Nestor Cantillana, Alejandro Goic, Antonia Zegers, Sergio Hernandez

 

 

Fr 19.1.18, 21:00 Uhr
Sa 20.1.18,
21:00 Uhr
So 21.1.18, 21:30 Uhr
Mo 22.1.18, 20:30 Uhr

 


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“Marina und Orlando lieben sich und planen eine gemeinsame Zukunft. Sie arbeitet als Kellnerin und singt leidenschaftlich gern, der 20 Jahre ältere Geliebte hat ihretwegen seine Familie verlassen. Doch als die beiden nach Marinas ausgelassener Geburtstagsfeier in einem Restaurant nach Hause kommen, wird Orlando plötzlich leichenblass, reagiert nicht mehr. Im Krankenhaus können die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen. Die Ereignisse überschlagen sich: Marina sieht sich mit den unangenehmen Fragen einer Kommissarin konfrontiert, und Orlandos Familie begegnet ihr mit Wut und Misstrauen. Seine Noch-Ehefrau schließt sie von der Beerdigung aus; die gemeinsame Wohnung, die auf dem Papier Orlando gehört, soll sie möglichst rasch verlassen. Marina ist eine Transgender-Frau, und die Familie des Verstorbenen fühlt sich durch ihre sexuelle Identität bedroht. Mit der gleichen Energie, mit der sie früher dafür gekämpft hat, als Frau zu leben, pocht Marina nun erhobenen Hauptes auf ihr Recht auf Trauer. Und wenn schon nicht ihre Umgebung, so ist doch der Film ganz auf ihrer Seite und zeigt die zunehmend ins Abseits gedrängte Protagonistin als starke, lebenskluge – fantastische – Frau”

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Kinderkino

Kinder des Himmels
Iran 1997, 90 Min,

Regie: Majid Majidi

ab 5 Jahre

Sa 20.1.18, 15:00 Uhr
So 21.1.18, 15:00 Uhr

 

 

 

 


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Ali verliert beim Einkaufen die Schuhe seiner Schwester Zahra. Da jedes Kind nur ein Paar Schuhe besitzt und ihre Familie arm ist, traut sich Ali nicht, zuhause von seinem Mißgeschick zu erzählen. In der Schule brauchen die Kinder Schuhe und so teilen sich die Geschwister Alis Schuhe. Da Zahra vormittags und Ali nachmittags Unterricht hat, geht ihr Plan zunächst auf. Doch bald zeigt sich, dass es nur eine vorläufige Lösung ist: Zahra sind die Schuhe zu groß und Ali kommt zu spät zum Unterricht. So hofft Ali auf den Schüler-Laufwettbewerb, bei dem als dritter Preis ein paar neue Turnschuhe winken .....

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Premiere:

Let me join!
Amsterdam/Bremen/Osnabrück 2016/2017, 52 Min, span., engl., arab. mit dt.U,

R: Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Monica Orjeda
K: Anne Frisius, Susanne Hensdiek

mit Musik von Farzia Fallah, Flöte Helen Bledsoe

In Anwesenheit der Filmemacherinnen

So 21.1.18, 19:30 Uhr

 

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Bewegungsfreiheit ist das Recht zu gehen und zu bleiben. Aktivist*innen in Amsterdam und Deutschland erzählen. Was haben Hausangestellte ohne Papiere, ein Aktivist aus Nigeria und eine ehemalige DDR Bürgerin gemeinsam? Sie alle müssen oder mussten sich mit der Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit auseinandersetzen.
Während Waren von Konzernen global zirkulieren und Menschen mit einem privilegierten Pass günstiger und einfacher reisen können als je zuvor, gelten für den überwiegenden Teil der Menschheit heute drastische Reisebeschränkungen.
Der Film "Let me join!“ zeigt Menschen, denen es nicht erlaubt war, von einem Ort zum anderen zu reisen und dort zu bleiben. Alle haben Mittel und Wege gefunden, es trotzdem zu tun.
Die Musik von Farzia Fallah, Posht-e Hichestan / Hinter dem Nichtland nach einem Gedicht des iranischen Dichters Sohrab Sepehri, lotet mit einer Flöte auf der Klangebene die Untiefen aus. In Amsterdam: Arbeiten ja, Teilhabe nein.
Gehen und bleiben dürfen in einer globalisierten Welt - dafür setzen sich Jacqueline Contreras und Francia Galeano, zwei Hausangestellte und Gewerkschafts-Aktivistinnen ohne Papiere ein. Sie erzählen von drohender Abschiebung und davon, dass ihre Töchter trotz hervorragender Schulnoten nicht studieren dürfen, weil auch ihnen ein legaler Status verweigert wird.
In Deutschland: Erschwertes Ankommen. Sunny Omwenyeke erinnert daran, dass die "Residenzpflicht", die Asylbewerber*innen verbietet, sich aus ihrem Landkreis weg zu bewegen, schon vom kolonialen Deutschland in Togo und vom nationalsozialistischen Deutschland auf "Fremdarbeiter" angewendet worden ist.
Während in der BRD die "Residenzpflicht" galt, wurde gleichzeitig die Einschränkung der Reisefreiheit in der DDR angeprangert, die es Konni Lerche unmöglich machte, einfach auszureisen. Ihre Flucht gelang schließlich mithilfe einer Schein-Ehe.
Bewegungsfreiheit heißt auch bleiben können. Asylbewerber in einer Unterkunft in Osnabrück organisieren friedlichen Widerstand gegen Abschiebungen und waren schon drei Mal erfolgreich damit.
Nessrin Hamdoon wurde als Geflüchtete im deutschen Lagersystem schwer krank. In einem zähen Kampf hat sie sich einen Weg an die Universität erstritten. Geholfen hat ihr dabei die Zusammenarbeit mit den lokalen Initiativen Solidarity City und No Lager. „Let me Join!“
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Gegen das Vergessen - In Gedenken an die Opfer des Holocaust

Bittere Ernte
BRD 1985, 105 Min, 35mm, FSK ab 12

R: Agnieszka Holland
K: Jozef Ort-Snep

D: Armin Mueller-Stahl, Elisabeth Trissenaar, Wojciech Pzoniak

 

 

Fr 26.1.18, 19:30 Uhr
S0 28.1.18,
19:00 Uhr

 

 

 

 


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„Bittere Ernte“ von Agnieszka Holland spielt in Polen zur Zeit der Kämpfe um Stalingrad. Jüdische Menschen, in Viehwaggons gepfercht, fahren ihrem Tod entgegen. Das Geschäft mit dem Besitz enteigneter Juden blüht. Da wird ein Bauernknecht unvermutet zum Großgrundbesitzer, da wird denunziert, gemordet. All dies freilich ist nur Hintergrund für einen Film, der sich mehr wie ein düsteres, leidenschaftliches Kammerspiel ausnimmt und der die Distanz zwischen Zuschauern und Darstellern fast völlig aufhebt. Denn Agnieszka Holland führt die Kamera immer dicht an ihren Protagonisten, immer in Bewegung. Die Fieberkrämpfe der verstörten, jungen, jüdischen Frau, die Leon, Großgrundbesitzer, im Wald aufgefunden hat, nimmt der Zuschauer fast physisch wahr. Leon nimmt die völlig entkräftete Frau mit, versteckt sie bei sich im Keller, pflegt sie gesund und verliebt sich in sie. Zögernd zunächst, dann immer zupackender ergreift Leon, ein einsamer, vom katholischen Glauben verbogener Mensch, Besitz von Rosa.."

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Blick auf die Berlinale 2017

Die Spur - OT POKOT OmU
PL / D / SZE / S / SVK 2017, 128 Min, FSK ab 12,

R: Agnieszka Holland

D: Agnieszka Mandat, Wiktor Zborowski, Miroslav Krobot, Jakub Gierszal, Patricia Volny, Borys Szyc u.a.

 

 

Do 25.1.18, 20:30 Uhr
Fr 26.1.18, 21:30 Uhr
So 28.1.18, 21:00 Uhr
Mo 29.1.18, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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"Die Spur spielt in einer Landschaft mit wechselnden Jahreszeiten, deren wilde Schönheit jedoch nicht über Korruption, Grausamkeit und Dummheit ihrer Bewohner hinwegtäuscht. Fest verwurzelt in der Realität der polnischen Provinz, ist der Film so anarchistisch wie seine Heldin. Ein waghalsiger Genremix aus komischer Detektivstory, spannendem Ökothriller und feministischem Märchen, der im Wettbewerb der diesjährigen BERLINALE seine Weltpremiere feierte und mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde."

"Mit wundervollen Bildern, der pointiert eingesetzten Musik von Antoni Komasa-Lazarkiewicz und einem klugen Drehbuch ist Agnieszka Holland ein vielschichtiger und spannender Öko-Thriller gelungen, der zugleich als widerspenstiger Heimatfilm sowie als verschmitzter und fast schon satirischer Kommentar zu Themen wie dem derzeitigen Zustand der polnischen Gesellschaft und Fragen zum Verhältnis von Mensch und Tier funktioniert und der zudem einige der hinreißendsten Charaktere der diesjährigen Berlinale bereithält."Kino-Zeit

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Mandu Yenu
BRD 1983/84, 60 Min,

Film von Peter Heller,

Gespräch mit Wanda Lehmann, Restauratorin + Luzie Lehmann, angehende Kunstwissenschaftlerin

Do 1.2.18, 19:00 Uhr

 

 

 

 


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"Die Geschichte eines afrikanischen Königsthrones Mandu Yenu, der bis vor kurzem im Berliner Völkerkundemuseum bestaunt wurde: Das Symbol der Macht des Königs der Bamoun erhielt der deutsche Kaiser vor gut hundert Jahren aus der Kolonie Kameruns zum Geburtstag „geschenkt“. Der Film schildert die Begegnung eines schwarzen Königs mit den Europäern, er gibt ein Bild von der hohen Kultur der vorkolonialen Zeit in Westafrika und von der Selbstherrlichkeit der deutschen „Herrenmenschen“, die als Eroberer gekommen sind. Die Referentinnen haben die Geschichte, speziell die der afrikanischen Exponate, die künftig im Humboldtforum gezeigt werden sollen, recherchiert."

Kooperation Regenbogen- und Schokofabrik zum Black History Month"

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Filmporträt

Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy OmU
D/UK 2016, 97 Min,

R+K+ S: Thomas Riedelsheimer,
M: Fred Frith

D: Andy Goldsworthy, Tina Fiske, Holly Goldsworthy,

 

 

Fr 2.2.18, 19:30 Uhr
Sa 3.2.18,
19:30 Uhr
So 4.2.18, 19:00 Uhr
Mo 5.2.18, 19:00 Uhr

 

 

 

 


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veradrake

"Andy Goldsworthy ist bekannter geworden, sicherlich nachdenklicher und ganz bestimmt auch älter. "Leaning into the Wind" folgt ihm bei der Durchdringung seiner vielschichtigen Welten und untersucht die Spuren, die die Zeit bei Künstler und Werk hinterlassen haben. Goldsworthy selbst wird mittlerweile Teil seiner Kunstwerke, die zugleich zerbrechlicher, persönlicher, ernster und rauer geworden sind und zum Teil den Einsatz von schweren Maschinen und großen Teams erfordern.
Immer noch aber ist Goldsworthy der entwaffnend offene und verschmitzte Erzähler, der so faszinierend von der Natur, der Liebe zu einem Bach in seiner Gegend, den leicht vermosten Bäume an dessen Ufer und vom stetig fließende Wasser zu sprechen vermag, während Riedelsheimer das Universum seines Protagonisten in hinreißenden Bilder und Töne fasst."

Ein sinnliches Kinoerlebnis, das wunderbar entschleunigt und zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit beiträgt.

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Filmporträt

Loving Vincent OmU
A / PL 2017, 95 min, FSK ab 6,

R: Dorota Kobiela, Hugh Welchman, K: Tristan Oliver, Lukasz Zal,

D: Douglas Booth, Saoirse Ronan, Chris O’Dowd, Aidan Turner, Jerome Flynn, Robert Gulaczyk, Helen McCrory

 

 

Fr 2.2.18, 21:15 Uhr
Sa 3.2.18,
21:15 Uhr
So 4.2.18, 20:45 Uhr
Mo 5.2.18, 20:45 Uhr

 

 

 

 


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"Ein Jahr nach van Goghs Tod - Der treue Postbote besitzt noch einen Brief, der seinen Empfänger nicht erreicht hat. Er ist an Vincents Bruder Theo adressiert, der inzwischen selbst verstorben ist. Armand Roulin soll ihn nun zustellen, aber es ist nicht klar, an wen. Auf seiner Reise sucht er lauter Zeitzeugen der letzten Wochen und Tage des Malers auf. Er hört widersprüchliche Geschichten über ihn, aber die meisten Erzählungen wecken Zweifel, ob van Gogh wirklich Selbstmord beging: Er schien glücklich, fühlte sich gesund nach dem Aufenthalt im Sanatorium, kehrte voller Zuversicht und Disziplin zu seiner Arbeit zurück. Aus dem Postboten wider Willen wird ein wissbegieriger Detektiv." EPD

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Eine Biografie in Fragmenten, ein Museum in Bewegung: die letzten Lebenswochen Vincent van Goghs als ein Pasticcio aus seinen berühmtesten Bildern sowie als kriminalistische Recherche. Dank raffinierter Animationstechnik erwachen dessen Landschaften und Porträts in »Loving Vincent« zu anderem Leben. Über 850 Motive fanden Eingang in den Film, wobei über 120 Gemälde von Vincent van Gogh entweder vollständig oder in Ausschnitten nachempfunden wurden. In den zwei darauffolgenden Jahren wurden die realen Filmbilder von über 120 Malern in Ölgemälde übertragen. Dabei wurden über 65.000 Einzelbilder erschaffen, um van Goghs Werk zum Leben zu erwecken. Pinselstrich für Pinselstrich wurden die Gemälde leicht variiert und somit in Bewegung versetzt. Entstanden ist ein außergewöhnliches und einmaliges Seherlebnis, für das Clint Mansell einen hinreißenden Soundtrack komponierte.

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Kinderkino

Frech wie Krümel
DK 1991, 90 Min, ab 5 Jahre

R: Sven Methling

Sa 3.2.18, 15:00 Uhr
So 4.2.18, 15:00 Uhr

 

 

 

 


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Eines Tages belauscht Krümel zufällig zwei Gangster und erfährt, dass sie einen Überfall planen. Krümel erzählt aufgeregt davon, doch keiner will ihm glauben. Ausgerechnet als Vater Krümelborg bei der Bank einen Kredit für ein eigenes Haus beantragt, schlagen die Gauner zu und entkommen mit der Beute. Es dauert nicht lange, da findet Krümel das Geld – und eine wilde Verfolgungsjagd beginnt.

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Berliner Schule

Western
D/A/Bulgarien 2017, 119 Min,

R & B: Valeska Grisebach
K: Bernhard Keller

D: Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov, Veneta Frangipova, Viara Borisova

 

 

Fr 9.2.18, 21:00 Uhr
Sa 10.2.18,
21:00 Uhr
So 11.2.18, 20:30 Uhr
Mo 12.2.18, 20:30 Uhr

 

 

 

 


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"Eine Gruppe von deutschen Arbeitern soll an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland ein Wasserwerk bauen. Das fremde Land und die umwerfende Landschaft wecken die Abenteuerlust bei den Männern, aber sie erleben auch eigene Vorurteile und Misstrauen. In ihrem ungemein feinfühlig inszenierten Spielfilm betrachtet Valeska Grisebach Momente von Begegnungen und Versuche von Verständigung.
Der Filmtitel Western passt und kann gleichzeitig irreleiten: Mit «Western» verbinden wir ein Filmgenre, in dem Cowboys eine Rolle spielen, Pferde, prächtige Landschaften, männliche Abenteuerlust. Es sind Archetypen, die in den klassischen Western auftreten, sie stehen für menschliches Verhalten zwischen Gut und Böse. In unserem Film gibt es die typischen Elemente des Genres zwar auch und ausgeprägt, aber Western ist gleichzeitig weit davon entfernt, ein Western zu sein. Es sind eher die Schwächen einer jeden Figur, die diesen Film so ungemein stark machen. Eigentlich ist der Film ja ein Eastern, denn die anreisenden Männer hier sind Deutsche, die nach Bulgarien und also in den Osten reisen. Sie sollen den Bau einer Wasserfassung vorbereiten und kommen nur zögerlich in Kontakt mit der lokalen Bevölkerung. Vom Genre her finden sich Elemente wie die Abenteuerlust, wilde Landschaft, Pferde und Dorfstrukturen, auch ist man versucht die Protagonisten in gut und böse einzuteilen, stellt aber dann irgendwann fest, dass alles variabel ist.
Die Menschen aus dem Dorf träumen von anderswo und sitzen fest, die Männer auf dem Bau stammen aus Ostdeutschland und sind froh um die Arbeit, die sich da bietet.

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Western, der Film von Valeria Griesebach, ist eine Perle. Wie unser Alltag ist das meiste unspektakulär, birgt alles Ansätze zum Näherkommen wie zum Konflikt. Hier lenkt nicht Aktion ab, hier führt die ruhige Inszenierung in eine ungemein dichte Atmosphäre und hin zu Wesentlichem im zwischenmenschlichen Umgang: Wer ist der andere? Wie können wir uns verständigen? Grossartig, wie unaufgeregt die Filmemacherin das Geschehen betrachtet, die Entwicklungen beschreibt, die Fragilität einer jeden Situation, die in die eine Richtung kippen kann oder in die andere. Ein friedlicher Film voller Sprengstoff".

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CRAZYWISE OmU
USA/RUS/ECU/Mongolei 2016,
82 Min, Dokumentation,

Regie: Phil Borges, Kevin Tomlinson

Anschließendes Gespräch mit dem Regisseur Phil Borges und weiteren Gästen

 

 

Fr 2.3.18, 19:30 Uhr

 

 

 

 


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veradrake

Psychische Störung oder spirituelle Krise?
Auf eindrückliche Weise zeigt dieser Film, wie das Wissen von indigenen Völkern oft mit unserem westlichen Verständnis von psychischer Gesundheit kollidiert. Anhand persönlicher Erfahrungen von porträtierten Menschen zeigen die Regisseure Phil Borges und Kevin Tomlinson, wie eine psychologische Krise in eine positive Erfahrung transformiert werden kann. Eine Inspiration entlang vielerlei Grenzen, ehrlich, spirtituell, engagiert.

In Kooperation mit:

veradrake

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